MdL Albrecht Schütte besucht GRN-Kliniken

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Landtagsabgeordneter Dr. Albrecht Schütte (re.) ließ sich bei seinem Besuch in der GRN-Klinik Eberbach von Klinikleiter Tim Egger (Mitte) und dem stellvertretenden Pflegedienstleiter Rolf Poxleitner (li.) die neuen Beatmungsgeräte für die Intensivstation zeigen.(Foto: pm)

Eberbach/Sinsheim.  (pm) Umfassende Baumaßnahmen für die Fachabteilung Urologie, Zertifizierungen in verschiedenen Bereichen und eine Aufstockung der Beatmungsplätze – Bei einem persönlichen Besuch Ende August machte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte ein Bild von den aktuellen und überaus erfreulichen Entwicklungen an der GRN-Klinik Eberbach.

Dabei unterstrich er einmal mehr die Bedeutung der Klinik für die Region: „Die Klinik ist unter anderem mit dem Herzkatheterlabor insbesondere zur Behandlung von Patienten mit drohendem oder akutem Herzinfarkt und der anstehenden Zertifizierung als Hernienzentrum und dem anerkannten EndoProthetikZentrum hervorragend für eine wohnortnahe Notfall- und Grundversorgung von hoher Qualität aufgestellt.“

Wichtiges Thema in Zeiten von Corona war die Vorbereitung auf eine mögliche zweite Pandemiewelle: Aktuell hat die Klinik ihre Intensivstation von vier auf sieben Beatmungsplätze aufgestockt „So sind wir gut gerüstet und verfügen über die modernste Beatmungstechnik“, erläuterte Klinikleiter Tim Egger seinem Gast. Schütte zeigte sich beeindruckt und versprach, das Haus bei der Bezuschussung für die modernen Geräte zu unterstützen. Denn nach dem Covid19-Krankenhausentlastungsgesetz des Bundes erhalten Kliniken für jedes zusätzlich eingerichtete Intensivbett einen Bonus in Höhe von 50.000 Euro, ein voll ausgerüstetes Intensivbett kostet nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft jedoch 85.000 Euro. Daher hatte das Land auf Antrag der CDU-Fraktion beschlossen, ebenfalls 30 000 Euro pro geschaffenen Beatmungsplatz zu übernehmen. Schütte wird in Stuttgart nachhaken, damit dieser Zuschuss auch tatsächlich fließt.

Bei dem knapp zweistündigen Besuch ging es zudem um den sogenannten „Sicherstellungszuschlag für Kliniken in dünn besiedelten Gebieten“: So geht Eberbach im kommenden Jahr bei den Zuschüssen des Bundes in Höhe von 400.000 Euro für „bedarfsnotwendige Krankenhäuser im ländlichen Raum“ leer aus. Im Einzugsgebiet leben knapp zu viele Menschen. Damit erfüllt die Klinik allein dieses eine Kriterium zum Erhalt des Zuschusses nicht.

Klinikleiter Egger bedauert diese strikte Regelung, erschwert sie doch die Klinikfinanzierung. Dem stimmte der CDU-Politiker zu: „Grundsätzlich darf die medizinische Versorgung nicht davon abhängen, ob die Menschen in der Stadt oder im ländlichen Raum leben. Standorte wie Eberbach, ohne die viele Menschen medizinische Leistungen nicht oder erst zu spät erhielten, benötigen daher in jedem Fall eine ausreichende Finanzierung.“

Darüber hinaus sei die Klinik ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor, der die Attraktivität von Eberbach und der umliegenden Gemeinden erhöhe. Man biete hier in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Heidelberg in vielen Bereichen Medizin auf höchstem Niveau. Untermauert wird dies durch den von der Dietmar Hopp Stiftung mit 5,5 Millionen Euro geförderten Neubau mit zwei zusätzlichen OP-Sälen für die Urologie, einer Dialysepraxis und der Erweiterung der radiologischen Partnerpraxis.
Austausch mit GRN-Klinikapotheke in Sinsheim über sichere Medikamentenversorgung.

Auch der GRN-Klinik Sinsheim stattete Dr. Schütte in der Zwischenzeit einen Besuch ab. Klinikleiter Thorsten Großstück, Ärztlicher Direktor Dr. Johannes Berentelg und Pflegedienstleiterin Claire Manuela Fey stellten ihm die Entwicklung des Krankenhauses bis Anfang 2020 und aktuell unter Corona-Bedingungen vor. Thema war unter anderem der erfreuliche Anstieg in den Geburtenzahlen. Solche wesentlichen Leistungen der Klinik – dazu zählt auch die Vorhaltung einer Notaufnahme – werden aber bei weitem nicht ausreichend finanziert. „Es ist mir ein zentrales Anliegen, dass genau solche Leistungen in der Krankenhausfinanzierung zukünftig besser berücksichtigt werden. Das muss Thema von eventuellen Koalitionsverhandlungen in Land und Bund nach den Wahlen sein.“, machte Schütte klar.

Mit Klinikapotheker Jan Wilhelm tauschte sich Schütte über die Medikamentenversorgung, insbesondere während der Pandemie, aus. Bereits vor Corona gab es immer wieder Engpässe, weil manche Wirkstoffe nur noch in Indien oder China produziert werden. Das Thema hatte der Abgeordnete daher mit einem Antrag im Landtag aufarbeiten lassen. Nun müsse man in die Wahlprogramme für das nächste Jahr sowie in mögliche Koalitionsverträge aufnehmen, dass Verträge mit Pharmafirmen nur dann zu Vorzugskonditionen möglich seien, wenn mehr als ein Produktionsstandort nachgewiesen werden könne.

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