„Brieffreundschaft“ mit Gesundheitsminister fortgesetzt

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Symbolbild - Neckar-Odenwald-Kliniken
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(Foto: pm)

Erneut Korrektur bei Krankenhausfinanzierung stark gemacht

Mosbach. (pm) Dass Deutschland bisher vergleichsweise gut, jedenfalls aber wesentlich besser als die meisten seiner europäischen Nachbarn durch die Pandemie gekommen ist, liegt nicht zuletzt an der flächendeckenden Krankenhausstruktur. Auch die Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach und Buchen haben sich dabei als wichtige Eckpfeiler der Pandemiebekämpfung erwiesen.

Rund 400 als positiv bestätigte Patienten sowie weitere etwa 800 Verdachtsfälle sind dort allein in den letzten Monaten auf den Isolierstationen, aber teilweise auch intensivmedizinisch und beatmet behandelt worden. Für Landrat Dr. Achim Brötel ist das ein klarer Beleg dafür, dass die Menschen bei uns auch in den Hochphasen der Pandemie immer die Gewissheit gehabt hätten, dass ihnen wohnortnah und effizient geholfen wird.

Für den Landrat, der zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzender der Neckar-Odenwald-Kliniken ist, steht sein persönliches Fazit fest: „Ich bin mächtig stolz auf die Mannschaft, die in unseren Kliniken arbeitet und die das auch unter schwierigen Rahmenbedingungen immer mit einem Lächeln im Gesicht getan hat“.

Umso unbefriedigender sei es deshalb aber, dass die dringend erforderlichen weiteren Korrekturen bei der Krankenhausfinanzierung während der COVID-19-Pandemie immer noch nicht entscheidend vorangekommen seien. So liege insbesondere der für die Häuser der Grund- und Regelversorgung im ländlichen Raum unbedingt notwendige Ganzjahresausgleich für 2021 nach wie vor in weiter Ferne.

Darauf weist Brötel, der bereits seit langem eine intensive „Brieffreundschaft“ mit Bundesgesundheitsminister Spahn pflegt, in einem neuerlichen Schreiben an den Minister hin und bittet ihn deshalb ein weiteres Mal auch um seine persönliche Unterstützung, damit das Ganze keine unendliche Geschichte mit ungewissem Ausgang, sondern gerade umgekehrt so schnell wie möglich eine verlässliche Basis für alle Krankenhäuser im ländlichen Raum werde.

Das gelte erst recht, als die Krankenhäuser von der Möglichkeit zum Normalbetrieb nach wie vor leider noch weit entfernt seien und im Grunde immer noch im Ausnahmezustand arbeiten müssten. Deshalb sei es schlicht und ergreifend unverständlich, wenn die Krankenkassen jetzt nur für die reine Behandlung von COVID-19-Patienten ihre Gesprächsbereitschaft signalisiert hätten.

Für Brötel ist eine solche Linie, die offenbar sogar wirtschaftlich bedingte Krankenhausschließungen während der Pandemie inzwischen billigend in Kauf nehme, schlicht verantwortungslos: „Wir sollten in den letzten Monaten eigentlich gelernt haben, was hier insgesamt auf dem Spiel steht“.

Auf die Antwort aus Berlin wird man nicht nur im Neckar-Odenwald-Kreis gespannt sein. Auch die Krankenhausverbände auf Landes- und Bundesebene fordern ganz aktuell nämlich vehement entsprechende Korrekturen ein.

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