Nach 38 Jahren im Gemeindedienst verabschiedet

Nach 30 Jahren verabschiedet
Nach 30 Jahren verabschiedet

(Foto: Liane Merkle)

Petra Reiß tritt Ruhestand an

Von Liane Merkle

Limbach. Nach 38 Jahren im aktiven Dienst als Gemeindeassistentin und Gemeindereferentin wurde Petra Reiß im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Kirche St. Valentin offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Die Diözesanreferentin Ursula Schrauber von der Erzdiözese Freiburg würdigte in einem Abschiedsbrief ihr Wirken: Ihr pastoraler und seelsorgerlicher Dienst sei getragen gewesen von persönlichem Glauben, Spiritualität, großer musikalischer Begabung und einem Charisma, das Menschen motiviere und mitreiße.

Festgottesdienst in der Kirche St. Valentin

Die Kirche St. Valentin war bis auf den letzten Platz gefüllt. Aus den verschiedenen Einsatzgebieten von Petra Reiß waren zahlreiche Wegbegleiter gekommen, darunter Landrat Dr. Achim Brötel und Limbachs Bürgermeister Thorsten Weber. Die musikalische Gestaltung unterstrich die besondere Wertschätzung: Mitwirkende waren die Kirchenchöre Limbach/Krumbach, Laudenberg und Fahrenbach unter der Leitung von Manfred Schäfer, der Singkreis Hettigenbeuern sowie das Duo Goldlöckchen mit Selina Becker und Tobias Fertig.

„Der Wandel gehört zum Leben“

Pfarrer Michael Gartner gestaltete den Gottesdienst gemeinsam mit einem großen Kreis von Kirchenvertretern. Im Mittelpunkt stand der Leitgedanke „Freut euch zu jeder Zeit, denn der Wandel gehört zum Leben“, der die Verabschiedung bewusst als Übergang und Aufbruch verstand.

Die Laudatio hatte Diözesanreferentin Ursula Schauber verfasst. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Kohl trug sie im Anschluss an den Gottesdienst im Rahmen der offiziellen Verabschiedung vor.

Stationen eines langen pastoralen Weges

Petra Reiß trat 1987 nach dem Studium am Seminar für Gemeindepastoral und Religionspädagogik als Gemeindeassistentin in den Dienst der Erzdiözese Freiburg ein.

Für den Vorbereitungsdienst wurde sie in die Pfarrei St. Martin Külsheim sowie in die Pfarreien Eiersheim und Uissigheim entsandt. Bereits ein Jahr später folgte die unbefristete Anstellung als Gemeindereferentin, im Sommer 1989 wurden ihr die bischöfliche Sendung für den pastoralen Dienst in der Erzdiözese Freiburg und die Missio canonica verliehen.

1993 wechselte sie in die Pfarrei Buchen St. Oswald, wo sie 17 Jahre lang die Pastoral mitprägte. Seit 2010 wirkte sie in der Seelsorgeeinheit Elztal-Limbach-Fahrenbach mit einem breiten Aufgabenspektrum weiter.

Arbeit für Menschen jeden Alters

Über viele Jahre hinweg reichte ihr Einsatz von der Kinder- und Jugendarbeit über Erstkommunion- und Firmkatechese bis zur Begleitung von Gruppen und Teams in den Gemeinden.

Auch Geburtstagsbesuche bei Hochbetagten, Krankenkommunion und der Beerdigungsdienst gehörten zu ihrem Wirken. Im liturgischen Bereich gestaltete sie Kinder-, Familien-, Jugend- und Schülergottesdienste ebenso wie Gottesdienste zu besonderen Anlässen und ökumenische Feiern.

Zusätzlich übernahm sie den schulischen Religionsunterricht und Aufgaben in der Schulpastoral. In der Würdigung hieß es, sie habe sich über 38 Jahre mit ihren Kräften und Charismen engagiert und mit Herzblut in die Pastoral eingebracht. Für viele Menschen sei sie so zu einer glaubwürdigen Verkünderin des Evangeliums und zu einer überzeugenden Vertreterin der Kirche geworden.

Dankesworte und bewegender Abschied

Pfarrer Gartner knüpfte in seinen Dankesworten daran an und erinnerte besonders an die herausfordernde Zeit der Corona-Pandemie, in der er seinen Dienst in der Seelsorgeeinheit antrat.

Er hob hervor, wie sehr Petra Reiß Menschen geprägt habe, unter anderem durch ihren Einsatz im Religionsunterricht, durch die besondere Gestaltung von Gottesdiensten während der Pandemie, durch Krankenbesuche, Familienfeste und die Kommunionsvorbereitung.

Er betonte, sie sei stets eine Ansprechpartnerin auf Augenhöhe gewesen, und dankte ihr für Zeit, Engagement, Humor und Glauben.

Die Gemeinde reagierte mit stehenden Ovationen. Petra Reiß kommentierte bewegt, es gebe Augenblicke, die sich tief in die Seele schrieben. Sie dankte für 38 erfüllte Berufsjahre und richtete im Sinne von „Man geht nie so ganz“ ihren Dank an Wegbegleiter und Mitarbeitende in Schulen, Pfarrgemeinderäten, Gemeindeteams, bei Ministranten sowie in den Pfarrbüros.

Auch allen Mitwirkenden, die den Abschiedsgottesdienst gestaltet und bereichert hatten, sprach sie ihren ausdrücklichen Dank aus. Ein musikalisches Dankeschön gemeinsam mit dem Hettigenbeurer Singkreis setzte einen emotionalen Schlusspunkt und ließ spürbar werden, was bleibt.

 

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