Mitglieder des „Störtrupps“ angesprochen

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(Foto: pm)

LKA wirbt für Ausstieg aus rechtsextremistischem Spektrum

Stuttgart. (ots) Mit einer gezielten und bewusst niederschwelligen Ansprache wurden am Dienstag Personen, die der Gruppierung "Der Störtrupp" zuzurechnen sind, angesprochen.

"Der Störtrupp" ist eine nicht parteigebundene, vor allem aus jungen Menschen bestehende, Gruppierung in Deutschland, die unter anderem für Störaktionen sowie Demonstrationen gegen Veranstaltungen zum Christopher Street Day und die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts bekannt ist.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit seinem Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) unterstützte bei den zeitgleich durchgeführten Gefährderansprachen die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte der Polizeipräsidien Aalen, Freiburg, Karlsruhe, Konstanz, Ludwigsburg, Mannheim, Pforzheim und Reutlingen. In den Ansprachen wurden den betroffenen Personen ganz offen und unverbindlich die professionelle und kompetente Begleitung bei der Distanzierung von rechtsextremistischen Bezügen angeboten.

Das konex ist Teil des Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrums Baden-Württemberg (SAT BW) beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Andreas Taube als Leiter des SAT BW weiß: "Die Ausstiegsberatung des konex ist ein wichtiger präventiver Baustein in unserer ganzheitlichen Strategie zur Bekämpfung aller extremistischen Erscheinungsformen.

Wir reichen damit Personen aus dem extremistischen Spektrum die Hand und unterstützen auf dem Weg in ein Leben, in dem die Spielregeln der freiheitlich demokratischen Grundordnung wieder beachtet werden. Das ist aus meiner Sicht gelebte demokratische Kultur".

"Die Polizei hat nicht nur die Aufgabe, Straftaten zu ermitteln, sondern auch, diese zu verhüten. Wir sprechen Menschen, die sich extremistischen Strömungen angeschlossen und Straftaten begangen haben oder im Begriff stehen, sich strafbar zu machen, gezielt an.

Wir bieten eine Perspektive für eine professionell begleitete Rückkehr in ein gesetzestreues Leben an. Damit beeinflussen wir nicht nur Lebenswege, sondern sorgen mit jedem sensibilisierenden und aufklärenden Gespräch für mehr Sicherheit aller Menschen und schützen unsere Demokratie" erläutert die Leiterin des konex Bettina Rommelfanger.

Getreu dem Slogan "Gemeinsam gegen Extremismus" ist dabei die Zusammenarbeit mit den regionalen Polizeipräsidien, deren Beschäftigte Land und Leute aus der täglichen Arbeit am besten kennen, Erfolgsfaktor der gezielten Offensivansprachen.

Das hierbei vermittelte Angebot des konex ist kostenfrei und wird ausschließlich auf freiwilliger Basis umgesetzt. Interdisziplinarität, Kooperation und eine optimale Zusammenarbeit an Schnittstellen, unter anderem mit zivilgesellschaftlichen Partnern aus dem Netzwerk des konex, ermöglichen maßgeschneiderte Lösungen für Klientinnen und Klienten.

Die Ausstiegsberatung des konex ist per E-Mail über das Postfach ausstiegsberatung@konex.bwl.de und von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr über eine Telefonhotline (0711 279 -4555) oder WhatsApp ((erste Kontaktaufnahme 01622530543) erreichbar.

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