(Foto: Liane Merkle)
Kindergarten-St. Marien in Mudau
Von Liane Merkle
Der Mudauer Gemeinderat vergab Aufträge für den Kindergarten St. Marien und plant weitere Projekte im Bereich erneuerbare Energien mit Bauplänen bis 2030.
Mudau. In der letzten öffentlichen Sitzung des Mudauer Gemeinderats, geleitet von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, standen gleich sechs Auftragsvergaben für den Kindergarten Erweiterungsbau „St. Marien“ auf der Tagesordnung. Dank der präzisen Informationen von Katharina Fertig aus dem Bauamt konnten die Räte alle Aufträge einstimmig an die günstigsten Bieter vergeben.
Die Elektroarbeiten wurden an die Firma Haun Elektro GmbH & Co.KG aus Limbach zum Angebotspreis von 232.428,84 Euro vergeben. Die Installation der PV-Anlage übernimmt die Firma Widmann Energietechnik GmbH aus Neuenstadt am Kocher für 45.737,50 Euro. Für die Brandmeldeanlage erhielt die Firma Leintec GmbH & Co. KG aus Schefflenz den Zuschlag mit einem Angebot von 23.570,01 Euro.
Die Heizungsarbeiten werden von der Firma Armin Flicker Heizungsbau GmbH & Co. KG aus Fahrenbach für 288.695,31 Euro ausgeführt. Darüber hinaus wurden die Lüftungsarbeiten an die Firma Ruf Gebäudetechnik GmbH aus Kleinheubach zum Preis von 70.358,79 Euro vergeben und die Sanitärarbeiten an die Firma Gramlich aus Limbach für 141.685,58 Euro. Die finanziellen Mittel für diese Aufträge sind im Haushalt 2026 eingeplant.
Erneuerbare Energien und Windkraft
Nachdem das Gremium bereits rund 800.000 Euro für den Innenausbau des Kindergarten Erweiterungsbaus ausgegeben hatte, aber etwa 193.000 Euro unter der Kostenschätzung liegt, wurden Maßnahmen zur Generierung von Mehreinnahmen durch erneuerbare Energien angestrebt. Im April des letzten Jahres beauftragte der Gemeinderat die Kommunalberatung Rheinland-Pfalz, ein Verfahren zur Interessenbekundung für kommunale Windkraftflächen durchzuführen.
Bei der Vorstellung der Ergebnisse von Hans-Jürgen Rossbach erhielt die JUWI GmbH aus Wörrstadt den Auftrag für das gesamtwirtschaftlichste Angebot. Geplant sind vier Windkraftanlagen auf gemeindeeigenen Flächen in Neuhof sowie eine in Kinzert. Eine zusätzliche Anlage könnte auf privatem Grund entstehen. Neben einer Kommunalabgabe sind diverse Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger, Ausgleichsmaßnahmen und Entschädigungen vorgesehen.
Weiterer Verlauf und Bauanträge
Der Gemeinderat erteilte der Kommunalberatung Rheinland-Pfalz den Auftrag zur Erstellung eines rechtssicheren Vertrags für Pacht- und Nutzungsverträge zum Pauschalpreis von 11.000 Euro zuzüglich MwSt. Dr. Rippberger hob hervor, dass man froh sei, in der ersten Ausschreibung für gemeindeeigene Flächen bereits so weit fortgeschritten zu sein. Bei normalen Prüfungs- und Planungsverläufen wird ein Baubeginn für die Windkraftanlagen um 2030 erwartet.
Zusammen mit der Bekanntgabe von Bauplatzpreisen, die von der stellvertretenden Hauptamtsleiterin Anna-Lena Friedel vorgestellt wurden, folgten die Entscheidungen über private Bauanträge. Die Preise betragen 110 Euro pro Quadratmeter in Schloßau Burggewann, 100 Euro in Reisenbach Daniersweg und 70 Euro in den anderen Ortsteilen für Bauplätze aus öffentlicher Hand.
