(Foto: Brauch-Dylla)
Grüne Neckar-Odenwald-Kreis ziehen Bilanz – Meuter “MdL in spe”
Heidersbach. (bd) Die Dynamik des Wahlabends wirkte in der Kreis-Mitgliederversammlung der NOK-Grünen knapp zwei Wochen nach der Landtagswahl noch nach. Und Landtagskandidat Arno Meuter ließ den sonntäglichen „Mandats-Krimi“ zur Tatort -Zeit vor den zwei Dutzend Teilnehmer:innen nochmals Revue passieren.
MdL in spe
Während die Hochrechnungen bei einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten noch 57 Sitze für die Grünen im Landtag prognostizierten, reduzierte sich dieser Vorsprung im Laufe des Abends auf 0,5 Prozentpunkte. Damit „schrumpfte“ die grüne Fraktion auf 56 Abgeordnete. Meuter verpasste den direkten Einzug somit denkbar knapp um lediglich 0,1 Prozentpunkte und ist nun der erste Nachrücker aus der Landesliste.
„Es wäre mir eine Ehre, das erste grüne Landtagsmandat in den NOK zu holen und unseren Landkreis in Stuttgart zu vertreten“, erklärte Meuter mit Blick auf die kommende Legislaturperiode. Gleichzeitig betonte er, dass es nun darauf ankomme, im Regierungsprogramm wesentliche Punkte für ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Bildungsgerechtigkeit fest zu verankern.
„Stadtgeschichte geschrieben“
Die Kreisvorsitzende Maren Fütterer blickte auf einen Wahlkampf zurück, der von Zuspruch, hoher Kreativität und großem Einsatz der Basis geprägt war. Ein besonderer Höhepunkt sei der Besuch von Cem Özdemir in Mosbach am Donnerstag vor der Wahl gewesen. “In der Tante Gerda wurde Stadtgeschichte geschrieben“, so Fütterer. Die Mobilisierung von hunderten Menschen und die authentische Nahbarkeit Özdemirs sei vielen im Gedächtnis geblieben.
Geschlossenheit und Glaubwürdigkeit
Kreisvorsitzender Andreas Klaffke zeigte sich sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis: „Wir hatten einen vertrauenswürdigen, überzeugenden Spitzenkandidaten und einen ebenso glaubwürdigen Wahlkreiskandidaten. Deshalb haben unsere Mitglieder bis zum Wahlabend ihr Bestes gegeben.“ In der anschließenden lebhaften Diskussion wurde besonders die Geschlossenheit der Partei gelobt.
Außerdem habe die Ansprache der Wählerinnen und Wähler gestimmt, denen man mit Zutrauen, Gemeinwohl- und Zukunftsorientierung begegnet sei. Ein Teilnehmer brachte die neiderfüllten Vorwürfe der Konkurrenz mit einem humorvollen Vergleich auf den Punkt: „Wieso wirft man Cem Özdemir vor, die Grünen zu verleugnen? Wenn der Papst kommt, schreibt man auf das Plakat ja auch nicht extra drauf, dass er katholisch ist.“
Konstruktive und lebensnahe Grüne Jugend.
Ein besonderer Dank ging auch an die Vorsitzenden der Grünen Jugend im Kreis (Noel Schlipf, Till Neemann und Lena Marie Dold) für ihren konstruktiven und lebensnahen Politikansatz.
Die Versammlung, in deren Rahmen auch ein Neumitglied begrüßt wurde, endete mit einem positiven Ausblick. Der Kreisverband sehe sich durch das Wahlergebnis und den “mandatsschwangeren” Arno Meuter gestärkt, die grünen Zukunftsthemen im Neckar-Odenwald-Kreis weiter voranzutreiben
