Trickbetrug in Neckargerach

04.02.10

Polizei warnt vor „Enkeltrick-Betrügern“ – Erneutes Opfer im Neckar-Odenwald-Kreis

Neckar-Odenwald-Kreis/Neckargerach. (pol) Erneut ist eine 79-jährige Frau das Opfer eines Trickbetrügers geworden. Mit dem sogenannten „Enkeltrick“ brachte ein Unbekannter am Dienstagnachmittag eine in Neckargerach wohnende Seniorin um ihr Bargeld.

Wer im Zusammenhang mit dem Trickbetrug am Dienstag, dem 02.02.10, in Neckargerach, insbesondere im Bereich der Neckarstraße verdächtige Fahrzeuge oder Personen festgestellt hat – möglicherweise waren die Täter mit einem hellen Fahrzeug evtl. Kleinbus oder Kastenwagen unterwegs – wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Mosbach, Telefon 06261-8090, in Verbindung zu setzen.

Die Polizei warnt daher eindringlich vor den Machenschaften der Betrüger, die die Hilfsbereitschaft älterer Menschen skrupellos ausnutzen. Die Vorgehensweise ist dabei immer gleich: Mit Formulierungen wie: „Rate mal, wer hier spricht?“, „Erinnerst du dich nicht mehr an mich ?“ oder „Hallo, ich bin’s“ rufen die Betrüger bei ihren Opfern an, geben sich als Verwandte, frühere Nachbarn, ehemalige Arbeitskollegen oder gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Gründe für die Geldnot werden oft schwierige Umstände wie Unfälle, überfällige Rechnungen oder der Kauf eines Autos vorgetäuscht. Sehr geschickt verstehen es die Täter dabei an die Hilfsbereitschaft der Angerufenen zu appellieren. Nicht selten werden die Opfer sogar mehrfach angerufen, um ihnen die Möglichkeit zu nehmen, sich über das Geschehene Gedanken zu machen oder sich mit Verwandten zu beraten. Sobald sich das Opfer zur Unterstützung bereit erklärt, kündigen die Betrüger an, einen Boten zu schicken, der das Geld für sie abholt. Hat das Opfer den geforderten Bargeldbetrag nicht zu Hause, wird dieses aufgefordert, das Geld bei der Bank abzuheben, wofür das Opfer teilweise sogar von dem Boten zur Bank begleitet oder ein Taxi für das Opfer geordert wird.

Folgende Empfehlungen sollten beachtet werden:
Auf diese Weise verlieren die Opfer immer wieder hohe Geldbeträge oder sogar ihre gesamten Lebensersparnisse. Für die Seniorinnen und Senioren besonders belastend ist dabei nicht nur der materielle Schaden sondern auch die Tatsache, dass sie einem Betrüger aufgesessen und den Vorwürfen und dem Unverständnis ihrer Verwandtschaft ausgesetzt sind.

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie nicht an ihrer Stimme erkennen.
  • Geben Sie keine Details zu ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis
  • Lassen Sie sich am Telefon keine Namen oder andere Informationen über Angehörige, Freunde oder Bekannte entlocken
  • Besprechen Sie sich nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit Familienangehörigen oder Vertrauten
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt
  • Sprechen Sie mit Ihren älteren Verwandten und weisen Sie auf das Vorgehen „Enkeltrick“-Betrüger und andere Betrugsvarianten hin
  • Melden Sie verdächtige Sachverhalte sofort der Polizei und erstatten Anzeige, wenn Sie Opfer eines Betruges geworden sind. Nur so können die Täter ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden.

Weitere Sicherheitstipps für Seniorinnen und Senioren finden Sie in der Broschüre „Der goldene Herbst“, die bei jeder Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polilzei-beratung.de erhältlich ist.

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