Kreistag berät Zukunft der Neckar-Odenwald-Kliniken

Zur Zukunft der Neckar-Odenwald-Kliniken
Zur Zukunft der Neckar-Odenwald-Kliniken

Standortgarantie, Beschäftigungssicherung und bessere Auslastung im Fokus

Der Kreistag des Neckar-Odenwald-Kreises will am 20. Mai 2026 über die Zukunft der Neckar-Odenwald-Kliniken beraten.

In einem interfraktionellen Antrag fordern die Mosbacher Kreisräte, die Standorte in Buchen und Mosbach für drei weitere Jahre vollständig zu erhalten. Damit sollen sowohl die medizinische Versorgung als auch das Vertrauen der Bevölkerung in die beiden Häuser gesichert werden.

Zusätzlich soll dem Personal eine Beschäftigungsgarantie ausgesprochen werden, um Fachkräfte zu halten und die Personalflucht zu stoppen. Parallel dazu ist eine aktive Personalgewinnungsstrategie vorgesehen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auslastung der Kliniken: Der Anteil der Patienten aus dem Landkreis soll von derzeit 49 Prozent auf mindestens 60 Prozent steigen.

Wirtschaftlicher Druck auf den Landkreis

Die finanzielle Lage der Neckar-Odenwald-Kliniken bleibt angespannt. Nach Angaben im Antrag mussten in den vergangenen zehn Jahren mehr als 67 Millionen Euro zur Deckung der Defizite aufgebracht werden. Für das laufende Jahr wird ein Minus von bis zu 12 Millionen Euro erwartet. Durch höhere Auslastung und kurzfristige Einsparungen könnten die Verluste jedoch deutlich sinken.

Weitere Entwicklung der Klinikstruktur

Neben dem Erhalt der bestehenden Standorte sollen auch moderne Versorgungsformen wie ein Zentralkrankenhaus, medizinische Versorgungszentren oder regionale Gesundheitszentren weiter geprüft werden. Gleichzeitig soll eine Informationskampagne Bürger, Ärzte und politische Akteure stärker einbinden.

Ziel des Antrags ist es, Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und strukturelle Weiterentwicklung miteinander zu verbinden.

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