„Viele positive Eindrücke gesammelt“

Bundestagsabgeordnete Nina Warken besuchte Flüchtlingsunterkunft auf dem Laurentiusberg

Tauberbischofsheim. „Wir haben eine historische Verantwortung gegenüber Flüchtlingen. Selbstverständlich ist es, dass wir dieser auch mit Respekt, Verantwortung aber auch mit Verstand, Maß und Mitte gerecht werden müssen“, so die Tauberbischofsheimer Bundestagsabgeordnete Nina Warken (CDU) zu Beginn ihres Besuches im Flüchtlingsunterkunft Laurentiusberg in Tauberbischofsheim.

Hans-Jürgen Reusch vom Flüchtlingshelferkreis Tauberbischofsheim hatte die Bundestagsabgeordnete und asylpolitische Berichterstatterin im Innenausschuss des Deutschen Bundestages in das Asylbewerberheim eingeladen, die sich hier ein Bild von der Situation vor Ort machte konnte. Auch Sozialdezernentin Elisabeth Krug und der Flüchtlingsexperte und Bundesverdienstkreuzträger Wolfgang Sommer aus Grünsfeld ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, die Abgeordnete zu begleiten.

Bei den derzeit in der ehemaligen Kaserne untergebrachten Asylbewerbern handelt es sich meist um Menschen aus Afrika, insbesondere aus den Krisenländern Somalia, Eritrea und Gambia sowie um Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien.

Nach dem Rundgang nahm sich die Bundestagsabgeordnete Zeit, sich bei einem „Runden Tisch“ von den Flüchtlingen über deren Geschichte und Anliegen zu informieren. Neben den Berichten über teils dramatische Einzelschicksale wurde hierbei insbesondere die lange Bearbeitungszeit der Asylanträge kritisiert. Besonders gelobt wurde hingegen das Engagement der Sozialarbeiter und der vielen freiwilligen Helfer. Auch Warken ist sich sicher, dass man, trotz der rund einer Milliarde Euro, die der Bund den Kommunen zur Verfügung stelle, ohne die vielen Ehrenamtlichen vor Ort den Flüchtlingszustrom nicht bewältigen könne. „Ihnen gilt es daher Danke zu sagen“, so Warken.

Abschließend bedankte sich die Abgeordnete bei den Gastgebern und stellte fest. „Ich bin ganz bei unserem Bundespräsidenten: Wer meint, dass ihm durch die Asylbewerber etwas weggenommen wird, der irrt. Den Missbrauch des Asylrechts müssen wir allerdings scharf bekämpfen. Denn dieser schadet hauptsächlich denjenigen, die unser Asylrecht wirklich benötigen“, so Nina Warken.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: