Wohin mit all dem Holz?

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(Symbolbild – Horst Eisele/Pixabay)

Gemeinde Hardheim legt Sturmholzlager an – Polterarbeiten beginnen

Hardheim. (pm) Im Februar fegte der Orkan Sabine übers Land und richtete auch in den Wäldern rund um Hardheim große Schäden an. Die Aufräumarbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Das aufgearbeitete Sturmholz lagert an den Waldwegen und wartet auf die Abfuhr. Doch die Sägewerke sind aufgrund der enormen Waldschäden der letzten Jahre mit Holz überversorgt. Bis Ende des Monats sollte das teilweise mit dem Borkenkäfer befallene Holz allerdings aus dem Wald sein, da es sonst zu einer Gefahr für umliegende Fichtenbestände wird. Das in Poltern lagernde Sturmholz ist ein idealer Brutraum für Borkenkäfer und wird bevorzugt von ihnen besiedelt.

Für die beiden Revierförster der Gemeinde Hardheim, Florian Pogorzelski und Martin Sauer, stellt sich daher die Frage, wie mit dem gepolterten Sturmholz umzugehen ist. Ende Mai fliegt die erste Generation fertig entwickelter Borkenkäfer aus. Es muss unbedingt verhindert werden, dass diese Käfer die umliegend stehenden Fichten befallen. Da der Gemeindewald nachhaltig bewirtschaftet wird und entsprechend zertifiziert ist, ist der Einsatz von Insektiziden nur erlaubt, wenn es keine Alternativen gibt.

Aus diesem Grund haben sich die Revierleiter entschieden, das Holz in zwei große Laubwaldkomplexe umzulagern, da die Borkenkäfer nur eine begrenzte Distanz im Flug überwinden können. Die Umlagerung in Laubholzbestände ist eine gute Methode, um weit genug entfernt liegende Fichten vor dem Befall der ausfliegenden Käfer zu schützen.
Die Gemeinde Hardheim als örtlicher Waldbesitzer nimmt mit der Umlagerung des Holzes einen erhöhten Aufwand in Kauf, um Belastungen der Umwelt durch den Einsatz von Insektiziden zu vermeiden.

Ein Teil des Holzes wird am Leiterholzweg zwischen der Wolfsgrubenhütte und der Nike-Stellung gelagert. Die Anfuhr wird voraussichtlich diese Woche beginnen und soll bis Ende des Monats abgeschlossen sein. Während der Anfuhr des Holzes muss der Leiterholzweg tageweise gesperrt werden. Eine örtliche Umleitung wird ausgeschildert. Da dieser Waldbereich ein beliebter Erholungsschwerpunkt für die Hardheimer Bevölkerung ist, werden für den täglichen Waldspaziergang verschiedene Ausweichmöglichkeiten empfohlen.

Waldbesucher können sowohl den Honertparkplatz, der von den Rüdentaler Aussiedlerhöfen zu erreichen ist, als auch den neuen Parkplatz Jägersruh an der Panzerstraße nutzen. Ein weiterer Teil des Holzes wird im Waldgebiet Wittig an den Zufahrtswegen zur Erddeponie Gerichtstetten zwischen Gerichtstetten und Buch gelagert. Die Holzpolter dürfen nicht betreten werden, da das Spielen oder Klettern auf den Stämmen gefährlich ist. Das Holz wird voraussichtlich bis zum Sommer auf den Sammelplätzen verbleiben.

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