„Blut ist das Wertvollste, das man spenden kann!“

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(Foto: Liane Merkle)

Bereits 100 Liter Blut gespendet – Seckach ehrt Blutspender

Seckach.  (lm) Normalerweise haben Blutspenderehrungen in Seckach einen so hohen Stellenwert, dass sie ganz oben auf der Tagesordnung der jeweils ersten Gemeinderatssitzung des Jahres stehen. „Ein kleines fieses Virus, namens Covid 19 hat das im laufenden Jahr verhindert“, entschuldigte Bürgermeister Thomas Ludwig die verspätete Würdigung von zehn Frauen und Männern, die bereits bis zu 200 wertvolle und nicht künstlich herstellbaren Blutspenden unentgeltlich und freiwillig hinter sich gebracht haben.

„Blut ist das Wertvollste, das ein Mensch spenden kann, denn ohne dieses kostbare Elixier ist auch der beste Arzt im bestens ausgestatteten Krankenhaus machtlos“, ergänzte der Bürgermeister. Täglich würden allein in Deutschland 15.000 Blutspenden à 500 ml benötigt, um Überleben möglich zu machen bei schweren Erkrankungen wie Krebs, Magen-Darm, Herz usw. sowie Unfällen.

Thomas Ludwig sowie Winfried Heltewig als Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsverband Seckach, dankten in diesem Zusammenhang besonders der „Jubelspendern“ mittel Urkunde und Ehrennadel des DRK-Blutspendedienstes sowie einer Flasche Rotwein der Gemeinde Seckach, und etwas mehr bei den beiden Spitzenreitern, zur Bluterneuerung. Die Aussage „Sie sind wahre Lebensretter“ dürfte nicht übertrieben sein.

Für zehn Spenden wurden Nadja Brückner und Patrick Nagler, für 25 Blutspenden Wilma Kowatschitsch und Heike Polland-Kern geehrt. Bereits 50 Mal dabei waren Markus Ackermann und Andrea Langer und zu 75 Blutspenden hatten sich Birgit Ackermann und Hermann Bopp bereit erklärt. Herbert Hodel hat mit unglaublichen 100 Blutspenden bereits 50 Liter seines wertvollen Lebenssaftes gespendet und das wurde durch Manfred Eberhard sogar noch getoppt, der mit bisher unvorstellbaren 200 Blutspenden die 100-Liter-Marke erreicht hat.

Begeisterter Beifall des ganzen Gemeinderatsgremiums unterstrich die besondere Würdigung. Doch Bürgermeister Thomas Ludwig rührte mit großer Dankbarkeit für den örtlichen DRK-Verband auch noch die Werbetrommel für diesen. Auch in den schwierigen 17 Monaten der Pandemie habe dieser kleine Verein seine jährlich zwei Blutspendentermine beibehalten und unter deutlich erschwerten Bedingungen durchgeführt.

Bei den beiden Blutspendenterminen des Jahres 2020 erschienen insgesamt 291 Frauen und Männer in der Seckachtalhalle, womit die Zahl des Vorjahres (300) trotz Corona nur geringfügig unterschritten wurde. Unter diesen Personen waren erfreulicherweise zehn Erstspender (Vorjahr: 25) und 275 Personen konnten tatsächlich zur Spende zugelassen werden (Vorjahr: 286). Bezogen auf die Bevölkerungszahl (4.095) entsprach die Spenderzahl in Seckach im Jahre 2020 einer Quote von 6,72 Prozent bei einer kreisweiten Quote von 6,51 Prozent – der Landesdurchschnitt liegt weit darunter bei 4,32 Prozent. „Die Spendenbereitschaft in Seckach ist somit weiterhin überdurchschnittlich hoch.“

Ludwig erläuterte weiter, dass für jeden Termin neben den hauptamtlichen Mitarbeitern des Blutspendendienstes Baden-Württemberg/ Hessen jeweils über 30 ehrenamtliche Mitarbeitende benötigt werden. Bisher hätten sich die Frauen und Männer rund um Winfried und Lars Heltewig nicht entmutigen lassen, aber „um mit der Wortwahl im Thema zu bleiben, „Blutauffrischung“ ist dringend nötig.“

Gerade die Corona-Pandemie und die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und anderswo hätten wieder einmal deutlich vor Augen geführt, wie schnell unser scheinbar so wohlbehütetes Leben aus den Fugen geraten kann und wir dann auf rasche und selbstlose Hilfe angewiesen sind.

Ortsvereine wie der unsere hier in Seckach verfügen u.a. mit den Helfer-vor-Ort-Einheiten über Ersthelferkräfte, die bei Unfällen, Unglücksfällen und Bränden mitalarmiert werden und in der Regel vor Notarzt und Krankenwagen am Einsatzort sind; als aktuelles Beispiel sei nur an den Großbrand am Aschermittwoch in Großeicholzheim erinnert.

Aber auch bei größeren öffentlichen Veranstaltungen sind Einsatzkräfte des DRK erforderlich, z.B. als Sanitätswachdienste. „Deshalb richte ich heute erneut an die gesamte Bevölkerung den flammenden Appell, sich über ein ehrenamtliches Engagement beim DRK, und hier natürlich speziell beim Ortsverein Seckach, Gedanken zu machen. Interessierte Bürger wenden sich am besten direkt an die Winfried und Lars Heltewig.“

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