Neustart im Münstertal gelungen

(Foto: Martin Henn)

Sommerlager 2022 der Seelsorgeeinheit Buchen

_Von Michael Genzwürker

Buchen.  Zwei Wochen machten sich 42 Kinder im Alter von sieben bis vierzehn Jahren und zehn Erwachsene auf den Weg ins Münstertal im Schwarzwald. Nach langem Zittern und Bangen ob das Sommerlager überhaupt stattfinden darf, waren alle erleichtert, als der Bus Richtung Münstertal im südlichen Schwarzwald aufgebrochen war.

Am Zielort angekommen wurde das Dekan-Strohmeyer-Haus bezogen, ein Haus des Dekanats Breisach-Neuenburg. Das Haus liegt idyllisch, fernab von befahrenen Straßen, am Ende eines Seitentals unterhalb des Belchens.

Der erste Abend begann mit dem gemeinsamen Aufstellen von Gruppenregeln und dem ersten Kennenlernen. Am Morgen des zweiten Tags wurde die nähere Umgebung erkundet und es wurden Spiele zum gegenseitigen Kennenlernen gestartet.

Der Montag begann mit Workshops, das sind kreative, sportliche aber auch ruhige Angebote, die sich die Kinder selbst aussuchen können und die sich über die ganze Freizeit zogen.

Am Dienstag stand eine Wanderung über etwa sieben Kilometer ins Tal an, dort wurde neben der Gemeinde Münstertal von den Kindern der dortige Supermarkt aufgesucht um sich dort mit verschiedenen Dingen einzudecken.

So ging die Woche weiter mit zahlreichen Aktionen, Spielen und dem Besuch des Freibads in Staufen. Am Donnerstagabend bekamen die Buchener Besuch von Marcus Wildner vom Kreisjugendring des Neckar-Odenwald-Kreises, der als Überraschung Mehrwegbecher mitbrachte, die am nächsten Morgen in Einsatz kamen.

Etwas Aufregung brachte in der gleichen Nacht das Auslösen der Brandmeldeanlage im Haus, man musste das Haus um 2:39 Uhr komplett räumen und die Feuerwehr Münstertal kam mit drei Fahrzeugen zum Einsatz.

Zum Glück war es ein Fehlalarm und die Freizeitteilnehmer konnten knapp eine Stunde später wieder zurück in die Betten.

Zur Mitte des Sommerlagers besuchte der ehemalige Buchener Kaplan Julian Donner das Lager, um einen gemeinsamen Gottesdienst zu feiern. Um ein Schwungtuch herum versammelte sich die gesamte Lagergemeinschaft und es begann ein für die Kinder außergewöhnlicher Gottesdienst um die Geschichte von Jona, der sich ähnlich wie wir uns auf einen Weg gemachte hatte. Der Abend wurde dann mit Liedern, wegen der Trockenheit ohne Lagerfeuer ausklingen gelassen.

In der zweiten Woche gab es wieder zahlreiche Angebote, es wurden Anti-Stressbälle, Schlüsselanhänger, Traumfänger, Knetseife, Schneekugeln, Regenmacher und viele weitere Dinge gebastelt. Ebenso fand das Spiel Werwolf statt, das in keinem Sommerlager fehlen darf.

An den verschiedenen Abenden fanden Spiele wie „Schlag den Betreuer“, ein Karaoke- und Diskoabend mit selbst zubereiteten Cocktails und der Wettbewerb Let‘s Dance statt, an dem die Kinder sich selbst Tänze ausdachten und über den Nachmittag davor einstudiert haben.

Ein Höhepunkt war der Besuch von Freiburg, mit der Bahn machten man sich auf, um die Stadt zu besuchen, dort angekommen führte der erste Weg ins Freiburger Münster, von dort aus wurde dann die Innenstadt unsicher gemacht.

Viel zu schnell verging die Zeit im Sommerlager und es war Zeit wieder Koffer zu packen, das Haus aufzuräumen und zu reinigen. Am letzten Abend fand dann eine große gemeinsame Abschlussrunde statt, bei der zuerst die Preise für die zahlreichen Spiele und die Bewertung der Zimmer übergeben wurde.

Im Anschluss daran dankte der Leiter der Freizeit Michael Genzwürker allen Betreuern für deren ehrenamtliches Engagement und die Bereitschaft für eine solche herausfordernde Arbeit.

Dies waren Sabine Abu-Shagrah, Ebtisam Alagho, Lea Genzwürker, Julia Heckmann, Julian Pföhler, Kerstin und Markus Rathke, sowie in der ersten Woche Sandra und Celina Kuss in der Küche.

Ebenso dankte er Kurt Bingler, der schon über viele Jahre ein Fahrzeug für das Sommerlager zur Verfügung stellt, dies war auch in diesem Jahr wieder eine große Hilfe und war täglich für Einkaufsfahrten, dem Transport der Kinder und vieles mehr im Einsatz. Eine weitere wertvolle Hilfe war der Materialtransport durch Martin Henn von der Firma Merklinger.

In der Feedbackrunde waren dann alle gefragt, dem Team eine Rückmeldung zu geben. Durchweg gelobt wurden das abwechslungsreiche Programm und die gute Küche. Die Kinder waren traurig, dass die zwei Wochen so schnell vorüber waren und mancher hätte gerne noch verlängert. Für das Team war damit klar, der Neustart nach zwei Jahren Corona Zwangspause ist gelungen.

Im Jahr 2023 wird die Sommerfreizeit in Bernau im Schwarzwald stattfinden. Eine Ausschreibung dazu kommt im Herbst.

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