“Pflege muss politische Priorität bekommen”

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Bundestagsabgeordnete Simone Fischer und Landtagskandidat Arno Meuter im AWO-Pflegeheim Dallau. (Foto: bd)

Eindrücke aus Dallau

Dallau. (bd) Die Bundestagsabgeordnete Simone Fischer, pflegepolitische Sprecherin ihrer Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, und Landtagskandidat Arno Meuter informierten sich über die Situation in der stationären Pflege im AWO-Pflegeheim. Meuter äußerte, dass es bei der Diskussion über Pflege häufig nur um das Thema Finanzierung gehe, während Pflege mehr sei als das finanzielle Fundament — „es geht um die Arbeit von und mit Menschen.“

Austausch mit wichtigen Akteuren

Begleitet von Maren Fütterer, der Kreisvorsitzenden und Kreisrätin, sowie dem Mosbacher Stadtrat Udo Fütterer und anderen Mitarbeitenden, suchten Fischer und Meuter das Gespräch mit Gabriele Teichmann, der Vorsitzenden des Aufsichtsrats der AWO Baden, Geschäftsführer Gerd Schäffer, Einrichtungsleiterin Alessia Serpa, der Leiterin der Alltagsbegleitung Tamara Schade und Pflegedienstleiterin Eva Olliges. Gemeinsam erörterten sie die Herausforderungen und Chancen der Pflege.

Innovative Pflegekonzepte

Die Einrichtung der AWO Neckar-Odenwald bietet 60 Plätze in fünf Wohngruppen, die nach den Ortsteilen der Gemeinde benannt sind. Das Konzept der „Hausgemeinschaften“ fördert gemeinschaftliches Leben, bei dem die Bewohner je nach Wunsch aktiv in alltägliche Aufgaben eingebunden werden.

Herausforderung Fachkräftemangel

Trotz der guten Auslastung wurde der Fachkräftemangel als große Herausforderung erkannt. Fischer widersprach der Wahrnehmung, dass Pflege allein finanzielle Fragen betreffe: „Im ländlichen Raum kämpfen Pflegeeinrichtungen ums Überleben. Ich erwarte von der Bundesregierung und der Gesundheitsministerin, dass Pflege endlich Priorität bekommt und strukturelle Verbesserungen umgesetzt werden.“

Engagement der Mitarbeitenden

Beim Rundgang durch die Einrichtung wurde das Engagement der Mitarbeitenden deutlich. Die herzliche Dekoration und das abwechslungsreiche Programm tragen zu einer wohnlichen Atmosphäre bei. Besonders hervorzuheben ist die „Tovertafel“, eine interaktive Spende der Dietmar-Hopp-Stiftung, die geistige und motorische Fähigkeiten spielerisch fördert. Der Einsatz von Ehrenamtlichen wird geschätzt, neue Unterstützer sind herzlich willkommen.

Ausblick auf die Zukunft der Pflege

Am Ende des Besuchs bedankten sich Fischer und Meuter für den offenen Austausch. Fischer betonte die Notwendigkeit, den Menschen in der Pflege Zeit zu widmen, damit sie in Würde älter werden können. Die Politik müsse die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, um diese Herausforderungen anzugehen. Die Delegation zeigte sich von dem Engagement des Teams im AWO-Pflegeheim beeindruckt und dankte den Mitarbeitenden für ihre bedeutende Arbeit.

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