Kreis landesweit an der Spitze

Neckar-Odenwald-Kreis. Beinahe ein alter Hut ist die Meldung, dass der Neckar-Odenwald-Kreis schon seit Ende 2008 den Strombedarf der privaten Haushalte zu weit mehr als 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien decken kann.

Die Entwicklung ist aber nicht stehen geblieben. Ganz aktuell nimmt der Kreis wieder die Spitzenposition in der baden-württembergischen Landesliga der Erneuerbaren Energien ein.

Auf www.energymap.info (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie) gibt es ein Ranking für den Deckungsgrad beim Gesamtstrombedarf aus Erneuerbaren Energien. Und hier kommt der Neckar-Odenwald-Kreis auf 35 Prozent (Stand Oktober 2011) – der beste Wert landesweit.

Energymap, eine fachlich anerkannte und seriöse Institution, die es sich zum Ziel gemacht hat, aufzuzeigen, wo und in welchem Maß die Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien umgesetzt wurde, trägt ständig alle bundesweit öffentlich verfügbaren diesbezüglichen Daten zusammen und ordnet sie den einzelnen Regionen zu. Tatsächlich erschließt sich erst im Vergleich die Bedeutung der für Laien eher abstrakten Werte.


In der „TOP 10“ der Bundesländer liegt Baden-Württemberg mit 11 Prozent Erneuerbare Energien lediglich auf dem 10. Platz. Die nördlichen Länder  – neben Spitzenreiter Brandenburg mit 48 Prozent auch Schleswig Holstein und Mecklenburg-Vorpommern – punkten hier mit den besten Werten. In Baden-Württemberg selbst liegt der Regierungsbezirk Tübingen mit 17 Prozent vorne, Karlsruhe kann im Schnitt nur mit neun Prozent aufwarten. Umso bemerkenswerter ist die Spitzenposition des Neckar-Odenwald-Kreises mit 35 Prozent, die er nach einer mehrmonatigen Pause nun wieder eingenommen hat. Dicht gefolgt im Übrigen vom Alb-Donau-Kreis (34 Prozent) und vom benachbarten Main-Tauber-Kreis bzw. von Schwäbisch Hall (jeweils 33 Prozent).

Landrat Dr. Achim Brötel, der schon seit vielen Jahren einen ganz besonderen Schwerpunkt auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien legt, freut sich sehr über diese erneute „Tabellenführung“: „Der Neckar-Odenwald-Kreis ist damit heute schon so weit, wie die Landesregierung erst 2020 sein will. Das zeigt sehr anschaulich, dass wir uns im Ländlichen Raum ganz sicher nicht verstecken müssen. Im Gegenteil: In dieser Hinsicht sind wir sogar wichtige Motoren einer nachhaltigen Entwicklung für das ganze Land. Eine Tatsache, die leider viel zu oft übersehen wird, gerade derzeit, wenn in den Zentren des Landes am grünen Tisch zweifelhafte Entscheidungen durchgewunken werden, die uns und andere im ländlichen Raum immer noch weiter schwächen.“

Infos im Internet:
www.energymap.info

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