DEHOGA präsentiert Neckar-Odenwald-Teller

(Foto: DEHOGA)

Waldbrunn. Im Rahmen des traditionellen Seniorennachmittags des Kreisverbands des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) Neckar-Odenwald wurden am Montag in Waldbrunn nicht nur langjährige Mitglieder geehrt (wir berichteten), der stellvertretende Vorsitzende Kurt Meidel präsentierte in seiner Funktion als Vertreter der „Fachgruppe Gastronomie“ den Neckar-Odenwald-Teller, der ab Dienstag in 20 Mitgliedsbetrieben im Kreisgebiet auf der Speisekarte steht.

Geboren wurde die Idee bei einem Besuch des ungarischen Partnerkreises Komitat Vas im Frühjahr, an dem auch Landrat Dr. Achim Brötel teilnahm. Bei dieser Fahrt kamen auch die Probleme der Gastronomie im ländlichen Raum zur Sprache. So gebe es für das Gaststättensterben vielfältige Ursachen. So fände sich oft kein Nachfolger, der zur Übernahme eines Gaststätten- oder Hotelbetriebs bereit wäre. Viele Tausend Vereinsfeste, die nahezu kostenlose Überlassung von Bürgerhäusern und Vereinsheimen für private Familienfesten wie Kommunionen, Geburtstagen, Versammlungen trage zu wirtschaftlichen Problemen gastronomischer Betriebe bei, berichten Kreisvorsitzender Paul Berberich und die Geschäftsführerin Melanie von Görtz. Hier seien auch Kommunen gefordert, die für die Genehmigungen von Vereinsfesten zuständig seien. Eine weitere Zunahme sei von der Gastronomie nicht mehr zu kompensieren. Wenn dann die großen Betriebe für immer schließen, sei die Betroffenheit bei Kommunen und Bürgern groß, eine Umkehr aber nicht mehr möglich.


Ein weiteres Problem sei der Fachkräftemangel, der den Betrieben im ländlichen Raum immer mehr zu schaffen mache. Selbst Ausbildungsplätze seien oft nicht mehr zu besetzen, sodass der Mangel an hochqualifiziertem Personal auf lange Sicht noch zunehmen wird. Dabei seien die Arbeitsplätze in der Gastronomie sehr attraktiv, so Berberich und von Görtz. Man biete eine 39-Stunden-Woche bei einer Fünf-Tage-Woche. 30 Tage Urlaub.

Neben diesen gesellschaftlichen bzw. strukturellen Problemen sei man als Gastronomiebetrieb und Berufsverband aber auch gefordert, flexibel zu sein und  Innovationen anzubieten, um die Region und die Leistungserbringer entsprechend zu vermarkten.

Genau dieser Anforderung entspricht der neue „Neckar-Odenwald-Teller“, der wie eingangs schon erwähnt, auf einer Ungarn-Fahrt  ersonnen wurde. Spontane Ideen sind oft die besten, weshalb Landrat Dr. Achim Brötel als Vorsitzender der Touristikgemeinschaft Odenwald (TGO) sofort bereit war, das Odenwald-Logo zu überlassen.

Von der Porzellan-Manufaktur Eschenbach wurde anschließend ein ungewöhnlich geformter Teller produziert, auf dem das Logo zu sehen ist. Allein durch die Form soll signalisiert werden, dass etwas ganz Besonderes angeboten wird. Auch die Speisen, die auf diesem Teller serviert werden, sind in allen 20 beteiligten DEHOGA-Restaurants gleich. Dabei habe man selbstverständlich darauf geachtet, nur regionale Produkte zu verwenden, berichtet Kurt Meidel.

So werden auf dem Neckar-Odenwald-Teller Grünkernküchle mit Dinkelnudeln und Schweinemedaillons mit Speck an einer Dunkelbier-Soße serviert. Der Preis in Höhe von 11,90 Euro ist in allen Lokalen gleich. Mit diesem Teller wolle man für die Region Odenwald werben und dem Gast ansprechende Qualität bieten. Nach einem Jahr wird der Teller mit einem anderen Gericht angeboten, so der DEHOGA-Vorstand abschließend.

Ab Dienstag, den 06. Dezember ist der Neckar-Odenwald-Teller in zunächst 20 DEHOGA-Mitgliedsbetrieben auf der Speisekarte. Paul Berberich und Kurt Meidel sind sicher, dass weitere Restaurants nachziehen.

Infos im Internet:

www.schlemmen-im-nok.de

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