Elektromobilität und Windkraft zum Jubiläum

KP NABU Elektroauto

NABU-Vorsitzender Ernst Stephan (li.) erläutert MdL Georg Nelius (re.) und Waldbrunn Bürgermeister Markus Haas die Vorzüge eines reinen Elektroautos. Außerdem bittet er die beiden Politiker darum, sich für den Ausbau von Strom-Tankstellen einzusetzen. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. In der Dielbacher Grillhütte feierte der NABU Waldbrunn am Sonntag sein 30-jähriges Bestehen. Doch die Natur- und Umweltschützer schauten an diesem Tag nicht zurück, um sich auf ihren unbestreitbaren Erfolgen beim Erhalt der Landschaft rund um den Katzenbuckel auszuruhen, sondern man schaute nach vorn.

Daher hatte der Verein um seinen Vorsitzenden Ernst Stephan zwei wichtige Themen besetzt, um den zahlreichen Besuchern aus Nah und Fern, darunter auch MdL Georg Nelius, Kreisrätin Christine Denz und Bürgermeister Markus Haas, zum einen über den geplanten Windpark im Markgrafenwald und zum andern über die Möglichkeiten der Elektromobilität zu informieren.

In Kooperation mit den Autohaus Gerhard Hufnagel aus Eberbach konnte man neben Pedelecs – also Fahrräder mit Elektromotoren – mit den Renault Zoe auch ein reines Elektroauto präsentieren. Dessen Reichweite gibt der französische Hersteller zwar mit 200 Kilometern an, man müsse aber dennoch massiv in den Ausbau sogenannter Elektro-Tankstellen investieren, so NABU-Vorsitzender Ernst Stephan, um diese Art der Fortbewegung zu fördern. Stephan nutzte die Anwesenheit der Politiker, um für die Schaffung von Strom-Entnahmestellen zu werben. So rege er unter anderem an, das Landratsamt in Mosbach zu motivieren, Fahrern von Elektroautos eine Tankstelle zu bieten. Auch Bürgermeister Markus Haas wurde gebeten, sich in Waldbrunn für eine solche Tankstelle einzusetzen. Die Gemeinde könne dies als Imagewerbung sicher gut vermarkten, zeigte sich der Naturschützer überzeugt. Wenn man den Akku mit Strom aus Wind- oder Sonnenkraft auflade, wäre das die Ideallösung, warb Ernst Stephan. Mit Kosten in Höhe von zwei Euro je 100 Kilometer sei ein Elektroauto konkurrenzlos günstig, sodass sich ein etwas höherer Anschaffungspreis schnell amortisiere. Da Elektromotoren wartungsärmer seien, trage zu einer zusätzlichen Ersparnis bei, zeigte der NABU-Chef weitere Vorteile auf.




Neben den Themen „Elektromobilität“ und „Windkraft“ informierte der Imker Herbert Klahn über die enorme Bedeutung von Honig- aber auch Wildbienen für den Erhalt der Landschaft. Ohne deren Bestäubungsleistung, so die Infotafeln, wäre die Natur lange nicht so vielfältig. Der Bienenexperte warb daher um naturnahe Gartengestaltung. Wenn jeder in seinem Garten eine kleine Ecke der Natur überlasse und auch gepflegten Rasen und gestutzte Hecken verzichtet, sei viel erreicht, um Wildbienen und Honigbienen auch genügend Lebensraum zu bieten, erläuterte Klahn. Neben Informationen durften die Besucher des NABU-Sommerfests natürlich auch verschiedene Honigsorten verkosten.

Natürlich gab es neben Honig viele weitere regionaltypische Leckereien. So steuerte NABU-Ehrenvorsitzender Gerhard Neureither, der als Jagdpächter seit vielen Jahrzehnten die Natur rund um den Katzenbuckel hegt und pflegt, Wildschweinbratwürste bei. Das Gasthaus Drei Lilien aus Mülben hatte Grünkernküchle gespendet, die reißenden Absatz fanden. Auch Ziegenbauer Thomas Edelmann hatte diverse Produkte seiner Landwirtschaft im Angebot. Ergänzt wurden die Leckereien durch eine Vielzahl von Kuchen, die mit fair gehandeltem Kaffee genossen werden konnten.

Zum Abschluss dankte Vorsitzender Ernst Stephan allen Helfern und Spendern, die zum Gelingen des NABU-Sommerfests beigetragen hatten. 

Infos im Internet:

www.NABU-Waldbrunn.de 

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