Wenn Sekunden über Leben entscheiden

„Ortskenntnis ist beim Rettungsdienst wichtig“ – CDU: „Wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden, darf nicht auf Kosten der Gesundheit gespart werden!“

Neckar-Odenwald-Kreis. Über die Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes und insbesondere über die Leitstelle in Mosbach informierte sich die CDU-Kreistagsfraktion bei ihrer letzten Sitzung. Der Mosbacher DRK – Geschäftsführer Steffen Blaschek informierte und beantwortete die zahlreichen Fragen. Zum Abschluss besichtigte man die integrierte Leitstelle von DRK und Feuerwehr.

Der DRK-Kreisverband Mosbach e.V. ist für die Gemeinden des Altkreises Mosbach sowie die Gemeinden Neudenau und Stein zuständig. Er hat 7.500 Fördermitglieder, das entspricht etwa 9% der Bevölkerung. Das DRK ist also stark in der Bevölkerung verankert. Über 700 Ehrenamtliche sind im DRK tätig. Zusammen mit der Feuerwehr betreibt er die integrierte Leitstelle für den ganzen Landkreis, der die Hälfte der Kosten trägt. Auch der ärztliche Bereitschaftsdienst geht über die Leitstelle. Für die Notfallrettung stehen zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug bereit. Sorgen bereiten die Hilfsfristen und vor allem die Finanzierung, Denn im Rettungsdienst wird nicht nur der Transport der Verletzten besorgt, sondern werden von den eintreffenden Helfern am Unfallort auch medizinische Leistungen erbracht, die von den Krankenkassen nicht honoriert werden. Für den Krankentransport stehen sechs Fahrzeuge zur Verfügung, die im Jahr über 8.000 mal angefordert werden.




Weiter ist das DRK im Auftrag des Landkreises tätig, sammle man mit vier Straßensammlungen Alttextilien; hier kooperiert das DRK mit der AWN. Zusätzlich stehen in vielen Gemeinden Altkleidercontainer. Probleme gibt es mit „scheinbar gemeinnützigen“ Sammlern. Seit 1993 ist man in der stationären Altenpflege mit zwei Heimen in Schefflenz und Waldbrunn tätig; ab 1. April bietet das DRK in Mosbach auch eine Tagespflege an.

Die Leitstelle ist mit 7,7 Stellen besetzt; für den Digitalfunk wird sie ertüchtigt. Mit Besorgnis verfolgt man die Zentralisierungstendenzen der Krankenkassen. Bislang gibt es im Land 34 rettungsdienstliche Leitstellen, die Krankenkassen wollen lediglich nur noch acht Zentren. Dabei ist nach Auffassung der CDU-Fraktion Ortskenntnis wichtig, da Karten nicht immer aussagekräftig sind. „Wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden, darf auch im ländlichen Raum nicht an der Gesundheit gespart werden“, war die klare Ansage der CDU-Fraktion.

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