CDU Neckar-Odenwald analysiert Wahlniederlage

Wahlnachlese bei der Ortsvorsitzendenkonferenz der CDU

(pm) „Gerne hätte ich sie mit besseren Ergebnissen zur Wahlnachlese begrüßt“, so der Kreisvorsitzende Markus Haas zu Beginn. Die Gründe für das Ergebnis seien sicher vielschichtig und nun gelte es, sich der Analyse zu stellen, so der CDU-Kreisvorsitzende. Mit 35,15 Prozent hat die CDU Neckar-Odenwald-Kreis 7,5 Prozent gegenüber 2014 verloren.

Dieser Stimmenverlust hat mit Mosbachs Oberbürgermeister Michael Jann und dem Kreistags-Urgestein und amtierenden CDU-Fraktionsvorsitzendem Karl Heinz Neser aus Obrigheim auch prominente Gesichter.

Dennoch dankte Haas allen Verbänden vor Ort, die über Wochen hinweg für die Ziele der CDU aktiv waren. An unzähligen Infoständen, bei Veranstaltungen oder auch auf den SocialMedia-Plattformen präsentierten sich die Kandidaten und stellten ihre Ziele vor.

Der scheidende Kreisrat Karl-Heinz Neser resümiert über die letzten Jahre im Kreistag, über die unbefriedigenden Ergebnisse in fast allen Wahlkreisen und die Aufgaben, die auf das neue Gremium zukommen. „Ich bin nicht enttäuscht, dass es für meine Wiederwahl nicht gereicht hat, jetzt kann ich wenigstens meinen Urlaub buchen, ohne auf die Terminflut Rücksicht zu nehmen“, so Neser über sein überraschendes Ausscheiden aus dem Kreisrat. Kreisvorsitzender Haas stellte in Aussicht, dass man den verdienten Kreisrat in angemessenem Rahmen würdigen werde,

Eine rege Diskussion über die Auswirkung des millionenfach aufgerufenen Videos des Youtubers Rezo, den Umgang damit, der Wahrnehmung der CDU bei den Jung- und Erstwählern und viele weitere Punkte zeigten, dass es keine monokausale Ursache für den Stimmenverlust gibt. Man müsse daher viele Themen angehen und sich verbessern, so ein erstes Fazit.

„Der Wähler muss entscheiden können, über welches Medium er sich über die CDU informiert, diese Entscheidung dürfen nicht wir treffen“ so Fabian Berger, der Kreispressereferent. „Wir müssen die althergebrachten und die neuen Medien gleichermaßen als Informationsplattform anbieten. In erster Linie ist jedoch wichtig, bei den Menschen vor Ort zu sein und immer ein offenes Ohr für deren Anliegen zu haben, um gute Politik im Sinne der Bürger machen zu können.“

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