Dem Trend „Hygge“ auf der Spur

(Symbolbild – Pixabay)
Der dänische Begriff „Hygge“ taucht gerade in der Winterzeit immer häufiger in den Medien auf. Das Wort, das so viel wie „gemütliche Geselligkeit“ oder „Wohlfühl-Ambiente“ bedeutet, ist schon lange ein großer Teil des dänischen Lebensstils. Inzwischen hat „Hygge“ auch viele Deutsche neugierig gemacht. Aber was genau steckt dahinter – und wie kann man sich den Wohntrend und Lebensstil ins eigene Zuhause holen?

„Hyggelig“ ist mehr als nur „gemütlich“

Obwohl unsere dänischen Nachbarn für ihre stilvollen Möbel und Einrichtungsgegenstände auf der ganzen Welt bekannt sind, kann man sich „Hygge“ nicht einfach kaufen. Dies liegt daran, dass das Wort viel mehr bedeutet als nur „Gemütlichkeit“. Wenn Dänen etwas „hyggelig“ finden, sprechen sie nicht nur von einer bequemen Couch, sondern auch von netten Gesprächen mit Freunden und leckerem Essen bei Kaminfeuer oder Kerzenschein. Auch ein langer Spaziergang durch den Wald oder ein gemütlicher Abend mit dem Lieblingsbuch kann in die „Hygge“-Kategorie fallen.

Somit geht es eher um eine achtsame Lebensweise: Menschen umgeben sich gezielt mit den Dingen, die ihre Gesundheit, den inneren Frieden und die Gemeinschaft stärken. Um ein echtes „Hygge“-Ambiente zu schaffen, müssen zunächst das Leben an sich bewusst verlangsamt und Stressfaktoren eliminiert werden – sei es zu Hause auf der Arbeit. Nur so kann man schöne Momente wirklich wahrnehmen und genießen.
Warum kommt der Trend ausgerechnet aus Dänemark?

Warum gerade die Dänen auf dieses Geheimrezept zum Glücklichsein gekommen sind, wird schon lange erforscht. Im „World Happiness Report“ belegt die dänische Bevölkerung mit ihren skandinavischen Nachbarn stets die ersten Plätze. Für viele Sozialwissenschaftler ist „Hygge“ ein direktes Resultat aus einer guten Work-Life-Balance und einer bewussten Abkehr von immateriellen Dingen.

Erholung wird in dem kleinen Land großgeschrieben: Die Dänen besitzen im weltweiten Vergleich die meisten Ferienhäuser pro Einwohner; rund 93 Prozent der kleinen Ruheoasen liegen an der Küste und werden größtenteils privat genutzt. Immerhin 35.000 der „hyggeligen“ Ferienhäuser werden an Erholungssuchende vermietet. Auch die Deutschen wissen die gemütliche Atmosphäre zu schätzen: Rund 80 Prozent der über 15 Millionen Übernachtungen in Dänemark verbringen sie jährlich in den idyllischen Domizilen. Besonders beliebt ist die sogenannte „dänische Riviera“ an der Küste Nordseelands. Die ehemaligen Fischerdörfer, die sich hier aneinanderreihen, versprühen einen besonderen Charme und vor allem eine angenehme Ruhe.

„Hygge“-Lifestyle für zu Hause

Wer sich die dänische Lebensart in die eigenen vier Wände holen möchte, kann gleich in der Winter- und Adventszeit damit anfangen. Wenn draußen die Temperaturen sinken, ist ein gemütlicher Abend im eigenen Wohnzimmer eine reine Wohltat. Der skandinavische Wohnstil sorgt mit warmen Naturfarben für eine wohlige Atmosphäre: Helle Holzelemente, flauschige Teppiche und warmes Licht sorgen in den dunklen Wintermonaten garantiert für „hyggelige“ Stunden.

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