Ehrungen im Gemeinderat Seckach

(Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Für ihren uneigennützigen Dienst am Nächsten wurden in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates insgesamt neun besonders eifrige Blutspender ausgezeichnet. Im Beisein von Wilfried Heltewig als Vertreter des DRK Seckach überreichte Bürgermeister Thomas Ludwig Ehrennadeln und Ehrenurkunden sowie ein Präsent an Katrin Bade, Sylvia Cap, Sandro Frank, Erhard Saffrich und Valdir Werner für 10maliges-, Christian NO Ditter und Andrea Rechnitzer für 25maliges- Blutspenden und Benno Herkel sowie Margarethe Keller für ihre 50. Teilnahme an einer ehrenamtlichen Blutspendeaktion.

Bürgermeister Thomas Ludwig lobte: „Sie setzen sich mit ihrer Blutspende aktiv für andere ein, nehmen sich Zeit mit für Menschen, die Hilfe brauchen, und übernehmen Verantwortung in unserer heutigen eher egoistisch geprägten Gesellschaft“. In diesem Zusammenhang ließ es sich das Gemeindeoberhaupt nicht nehmen, für die Inhalte des in Personalnot befindlichen DRK-Ortsverein zu werben. All diese Aktionen, wie Blutspendetermine, Altkleidersammlungen, Erste-Hilfe-Kurse, Vor-Ort bei Unfällen und die Sanitätswachdienste bei größeren Veranstaltungen würden maßgeblich zur Sicherheit der Bevölkerung beitragen. Daher appellierte er an die gesamte Bevölkerung, sich aktiv um den Fortbestand des DRK-Ortsvereins zu bemühen.

Um den Ehrungsreigen abzurunden, holte Thomas Ludwig in seiner Funktion als Vorsitzender des Gemeindetags Neckar-Odenwald-Kreis die Würdigung mit Ehrennadel und Urkunde des Gemeindetags für Gemeinderat Reiner Müller nach, der seit 20 Jahren dem Gremium angehört und außerdem als Mitglied des Technischen Ausschusses, des Gemeindeverwaltungsverbands „Seckachtal“, als stv. Mitglied des GKLA „Schefflenztal sowie als stv. Ortsvorsteher von Großeicholzheim fungiert.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt vergab der Gemeinderat nach vorangegangener Submission durch das Ing.-Büro Sack & Partner aus Adelsheim und Vorstellung durch Bauamtsleiter Roland Bangert den Auftrag für die Reinigung und Befahrung der Kanäle im Bereich des Kinder- und Jugenddorfes Klinge an die Firma Butz aus Haßmersheim zum Angebotspreis von 45.804 Euro. Wie Bürgermeister Ludwig betonte, seien im Rahmen der Eigenkontrollverordnung die Misch- und Schmutzwasserkanäle alle zehn Jahre mit einer Kamera zu befahren. Die dabei erhaltenen Daten würden dann ausgewertet und vorhandene Schäden gem. einer Prioritätenliste saniert.

„Im Zuge der Aktualisierung des Allgemeinen Kanalisationsplanes von Seckach haben wir festgestellt, dass in Teilbereichen des Kanalnetzes in der Klinge Bestandsdaten wie Rohrdurchmesser und Kanalmaterial noch fehlen“. Bei der Aktion handelt es sich um ca. 4.200 Meter Kanäle und 145 Schächte.

Wie Hauptamtsleiterin Doris Kohler erläuterte stammen die Verwaltungsgebühren für öffentliche Leistungen aus dem Jahr 1992 und werden mit Wirkung zum 01. März teurer. Seit dem Jahre 2002 bei der Umstellung auf Euro wurden hierbei keine Gebührenänderungen durchgeführt und so wurde die Gemeinde Seckach durch die Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg aufgefordert, ihre Verwaltungsgebührensatzung auf den neuesten Stand zu bringen und die Gebührensätze anhand der aktuellen Personal-, Sach- und Gemeinkosten neu zu kalkulieren.

Weiter beschloss das Gemeindegremium die Annahme folgender Spenden: Förderung der Erziehung Seckachtalschule mit 887,50 Euro und zur Förderung kultureller Zwecke wie Brauchtums- und Heimatpflege mit 450 Euro.

Dem Gemeinderat mitgeteilt wurde durch die Verwaltung, dass der Zweckverband „Hochwasserschutz Einzugsbereich Seckach/Kirnau“ aufgrund der heftigen Niederschläge kurzfristig entschieden hat, das Hochwasserrückhaltebecken Bödigheim/Hiffelbach von der Firma Ühlein bereits ab Dienstag, 28. Februar zur Probe anzustauen. Getestet werden soll dabei, wie sich das Bauwerk unter der Belastung von immerhin sechs Meter Wasserhöhe verhält, was mit dem unter Wasser stehenden Damm passiert und ob unter anderem die Schütze trotz Anpressdruck noch einwandfrei funktionieren.

Ebenfalls getestet wird auch, ob die Steuerung des Beckens in der Lage ist, einen gewissen Abflusspegel zu halten. Der Probestau wird voraussichtlich ca. eine Woche andauern. Genauer erläuterte Sandro Frank als technischer Leiter des Zweckverbands Hochwasserschutz Seckach/Kirnau die Maßnahme wie folgt: In der anstehenden Niederschlagsperiode führt der Zweckverband „Hochwasserschutz Einzugsbereich Seckach/ Kirnau“ am Hochwasserrückhaltebecken (HRB) 89b Bödigheim/ Hiffelbach in Zusammenarbeit mit den Verbandsgemeinden sowie den Stadtwerken Buchen und unter Beteiligung zahlreicher Sachverständiger einen Probestau durch. Während der Einstauphase wird die Abflussmenge unterhalb der Stauanlage durch Schließen der Betriebsauslassschieber auf ein gewässerökologisch erforderliches Mindestmaß begrenzt.

Das Probestauziel liegt 120 cm unter der Volleinstaumarke. Nach Erreichen des Probestauziels werden die Abflüsse aus dem Becken bei unterschiedlichen Schiebereinstellungen gemessen und die Wasserstände in der Seckach an repräsentativen Stellen in den Ortslagen von Seckach und Zimmern festgehalten. Dabei wird es kurzzeitig zu höheren Abflüssen in der Hiffelbach und in der Seckach kommen. Die während des Versuchs ermittelten Messergebnisse dienen der Kontrolle der Gebrauchstauglichkeit der Stauanlage sowie der Überprüfung der Festlegungen in der Betriebsvorschrift im Hochwasserfall.

(Foto: Liane Merkle)

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