Zugunfall im Tunnel

Zugunfall im Tunnel
Zugunfall im Tunnel

Bei der Großübung im Seckacher Tunnel trainierten die Einsatzkräfte den Ernstfall. (Foto: Liane Merkle

„Zweck der Großübung ist voll erfüllt“

Seckach. (lm) Die Übung begann mit einem realistisch inszenierten Notfall: Holzstämme blockierten die Gleise, ein Zug raste heran, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und kam erst im Tunnel zum Stehen. Dunkelheit, Rauch und die Schreie der Komparsen sorgten für eine bedrückend echte Atmosphäre. Bäume wurden mitgeschleift, Türen ließen sich nicht mehr öffnen, mehrere Personen galten als verletzt und eingeschlossen.

Nach dem Notruf des Triebwagenführers liefen sofort die abgestimmten Abläufe an. Bahn, Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK und Polizei arbeiteten Hand in Hand.

Großaufgebot an Einsatzkräften

Ein breites Kräftebündnis war im Einsatz: Feuerwehren aus Adelsheim, Buchen, Osterburken und Mosbach, die Drohnengruppe des Neckar-Odenwald-Kreises, der Einsatzleitwagen sowie DRK, Polizei, Bundespolizei und das Notfallmanagement der Deutschen Bahn.


Die Bahnstrecke wurde für die Übung gesperrt. (Foto: Liane Merkle)

Während die Bahn den Betrieb einstellte, die Oberleitung erdete und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen traf, beseitigte die Feuerwehr Bäume, leuchtete den Tunnel aus und schaffte Zugänge. Parallel richteten die Sanitäter einen Patientenablageplatz ein und begannen mit der Versorgung.

Herausforderung Tunnelrettung

Die Rettung der Verletzten aus dem engen Zug im Tunnel verlangte den Helfern höchste Konzentration ab. Hilferufe und Rauch verstärkten den Druck. Unterstützt von zahlreichen Feuerwehrleuten konnten die Sanitäter die Verletzten sortieren und nach dem „grün-gelb-rot“-System einstufen. So war sichergestellt, dass schwer Verletzte zuerst abtransportiert wurden.

Die Polizei regelte den Verkehr in Zimmern als Einbahnstraße und erleichterte den Abtransport. Das Drohnenteam behielt den Überblick und verhinderte Engpässe.

Positive Bilanz

In der Abschlussbesprechung zeigten sich alle Beteiligten zufrieden: Die Abläufe funktionierten reibungslos, kleine Optimierungen sollen folgen.

Erster Landesbeamter Dr. Björn-Christian Kleih, Leiter der Unteren Katastrophenschutzbehörde, lobte: „Der Zweck dieser Großübung ist voll erfüllt und wir nehmen einige nützliche Erkenntnisse mit.“

Auch Bürgermeister Thomas Ludwig sprach den Beteiligten seinen Dank aus und hob die Initiative von DB-Notfallmanager Wolfgang Gütter hervor. Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr zeigte sich erfreut, dass die Übung trotz knapper Vorbereitung unfallfrei und realistisch verlaufen war.

Besonders die Komparsen, die als Verletzte auftraten, trugen mit realistischem Schauspiel zum Stresslevel bei und machten das Szenario authentisch.

Stimmen der Verantwortlichen

Einsatzleiter verschiedener Organisationen, darunter der stellvertretende Kreisbrandmeister Stephan Schurz, Nico Grözinger von den örtlichen Feuerwehren, Max Schlinken (DB-Notfallmanagement), Notfallarzt Harald Genzwürker und der Pressesprecher der Polizei, Carsten Diemer bestätigten übereinstimmend den erfolgreichen Ablauf.

Auch eine Besuchergruppe der Feuerwehren Konstanz und Reichenau zeigte sich beeindruckt von Professionalität und Zusammenarbeit.

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