Manuel Just zum Landrat gewählt

17701325762835.jpg
17701325762835.jpg

Der noch amtierende Landrat Stefan Dallinger (Mitte) mit seinem Nachfolger Manuel Just (links) und dessen Mitbewerber Ralf Frühwirt. (Foto: pm)
Wiesloch. (pm) Der Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises hat heute in Wiesloch den neuen Landrat des Rhein-Neckar-Kreises gewählt. Im Kulturzentrum „Palatin“ stimmten 72 Kreisrätinnen und Kreisräte für Kreisrat Manuel Just, der damit am 01. Mai seine erste Amtsperiode antritt. Wegen Eintritts in den Ruhestand hatte Amtsinhaber Stefan Dallinger nicht erneut kandidiert und scheidet zum 30. April 2026 aus dem Amt aus.

Die Entscheidung für Just fiel im ersten Wahlgang, nachdem er und sein Mitbewerber, Kreisrat Ralf Frühwirt (Bündnis 90/Die Grünen), dem Gremium ihre Gedanken und Ideen für eine Amtsführung erläutert hatten. Auf Frühwirt entfielen 20 Stimmen. Von den wahlberechtigten 102 Kreisräten (die beiden Kandidaten waren als Kreistagsmitglieder befangen) waren 96 zur Wahl anwesend. Zudem gab es vier Enthaltungen. Viele Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis, darunter Landtags- und Bundestagsabgeordnete, ehemalige Kreisrätinnen und Kreisräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte und Gemeinden, aber auch Landräte aus den Nachbarlandkreisen folgten den Vorstellungen mit großer Aufmerksamkeit.

Manuel Just hatte in seiner Bewerbungsrede darauf hingewiesen, dass er ein Kind des Rhein-Neckar-Kreises und der Kommunalverwaltung sei. Als große Herausforderungen für die Zukunft nannte er unter anderem die Konsolidierung des Kreishaushalts im Zusammenschluss mit den 54 Kreiskommunen sowie die Digitalisierung: Ziel müsse es sein, Verwaltungsabläufe so zu gestalten, dass sie effizienter ausfielen. Als ein weiteres „Mega-Thema“ sah er den Klimaschutz – gerade bei der Mobilität könnten CO2-reduzierende Angebote geschaffen werden.

Im Bildungssektor sei der Rhein-Neckar-Kreis schon sehr gut aufgestellt – aber hier gelte für ihn das Zitat des deutschen Unternehmers und Politikers Philip Rosenthal: „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“ Manuel Just schloss seine Rede mit den Worten: „Wir leben nicht nur im einwohnerstärksten, sondern auch im liebens- und lebenswertesten Landkreis.“

Ralf Frühwirt stellte seinen Ausführungen voran, dass er als Landrat einen anderen Ansatz als sein Mitbewerber hätte. Er verwies auf seine jahrzehntelange Erfahrung als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker sowie seine berufliche Qualifikation als studierter Erziehungswissenschaftler. Für ihn gelte das Motto: „Ein guter Chef muss nicht glänzen – er muss seine Mitarbeitenden zum Glänzen bringen.“

Im Falle seiner Wahl plädiere er dafür, den Menschen mehr zuzuhören und das Verwaltungshandeln besser zu erklären. Ein weiteres wichtiges Anliegen war ihm die Sichtweise, dass der Ausbau lokaler erneuerbarer Energien nicht nur zum Klimaschutz beitrage, sondern auch die Wirtschaftskraft stärke. Ralf Frühwirt betonte, man sollte nicht immer daran denken, was Klimaschutz koste – denn für ihn gelte: „Kein Klimaschutz ist die teuerste aller Varianten.“

Nach der Wahl dankte Manuel Just den Kreisrätinnen und Kreisräten für dieses „grandiose Vertrauen“. Er bot allen, auch denen, die nicht für ihn gestimmt hatten, eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit an. Ralf Frühwirt gratulierte dem neuen Landrat Manuel Just zur Wahl und bedankte sich genau wie Just zuvor für einen fairen Wahlkampf.

Werbung

Umwelt

Von Interesse

Rückblick und Ausblick für Waldbrunn
Gesellschaft

Rückblick und Ausblick für Waldbrunn

Der Neujahrsempfang der Gemeinde fand auch in diesem Jahr in feierlichem Rahmen in der Turnhalle beim Winterhauch-KinderCampus statt. Den Auftakt gestalteten die Sternsinger, die bereits in den vergangenen Tagen, bei eisigen Temperaturen, auf verschneiten Wegen in dem Waldbrunner Ortsteilen unterwegs waren, um Spenden gegen Kinderarbeit zu sammeln.

[…]