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Neue Vorstandsmitglieder begrüßt
Neckar-Odenwald-Kreis – In ihrer Kreisvorstandssitzung hat die CDU intensiv die Situation der Neckar-Odenwald-Kliniken sowie die Ergebnisse der jüngsten Ortsvorsitzenden-Konferenz erörtert, in der die Klinikleitung Rede und Antwort stand.
Zukunft der medizinischen Versorgung im Landkreis
Der Fokus der Sitzung lag auf der zukünftigen medizinischen Versorgung im Landkreis und den bevorstehenden Personalwechseln im Kreisvorstand. Kreisvorsitzender Markus Haas würdigte die langjährigen Mitglieder und begrüßte gleichzeitig die neuen Gesichter im Vorstand. Er freute sich über die neue, junge Zusammensetzung des Teams, dem mehr Frauen angehören.
Finanzielle Herausforderungen der Kliniken
Die Neckar-Odenwald-Kliniken sehen sich einem jährlichen Defizit von über 10 Millionen Euro gegenüber, welches den Kreishaushalt belastet. In einem vorhergehenden Treffen hatten die Geschäftsführer und der Ärztliche Direktor die Parteimitglieder über mögliche Strukturreformen informiert und Wege zur Krisenbewältigung diskutiert.
Vorschläge für zukünftige Strukturen
Das Struktur- und Medizinkonzept zeigt, dass mehrere Herausforderungen bestehen. Gutachter haben dem Kreistag bereits verschiedene Optionen vorgestellt, darunter die Fortführung des Status quo und die Schaffung eines neuen Klinikkonzepts. Alle Varianten verdeutlichen die Dringlichkeit, die derzeitige Struktur zu reformieren.
Verantwortung für regionale Gesundheitsversorgung
Fraktionsvorsitzender Dr. Norbert Rippberger betonte, dass die Kliniken nicht weiter ins Minus rutschen dürfen. Eine verlässliche Gesundheitsversorgung sei nur möglich, wenn alle Beteiligten gemeinsam an ihrer Stärkung arbeiten. Die Diskussion müsse sich auf medizinische Qualität und gesellschaftliche Verantwortung konzentrieren.
Wichtigkeit ambulanter Versorgung
Der Kreisvorsitzende Haas wies auf die Bedeutung der Kliniken für die ambulante Versorgung hin. Kliniken sind notwendig, um Ärzte in der Region zu halten und attraktive Angebote zu schaffen. Probleme in der Patientenzahl sind teils hausgemacht, da viele für planbare Eingriffe außerhalb des Landkreises wählen.
Notfallstandorte und offener Dialog
Die CDU-Mitglieder betonten die Notwendigkeit eines zuverlässigen Notfallstandorts für die Bürger des Landkreises und forderten einen ehrlichen Dialog über die Gesundheitsversorgung. Sie riefen zu den bevorstehenden Regionalkonferenzen auf, um direkt mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.
Neben der Debatte um die Kliniken richtete sich der Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen am 08. März, für die bereits mit der Plakatierung begonnen wurde. Der Vorstand bedankte sich bei den Ehrenamtlichen, die aktiv am Wahlkampf beteiligt sind.
