Sparkasse präsentiert Jahresbericht 2010

Sparkasse Neckartal Odenwald steht für Vertrauen und Sicherheit – 2,094 Milliarden Euro Bilanzsumme – Kundeneinlagen weiter angestiegen – Ausweitung bei Unternehmenskrediten – Ausbildungsquote nochmals erhöht

Neckartal-Odenwald. (pm) „Vor einem Jahr rechneten wir noch mit einer anhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase und daraus folgend vermehrten Kreditausfällen und einem erhöhten Wertberichtigungsbedarf im Kreditgeschäft der Sparkasse. Heute können wir feststellen, dass sich Deutschland sehr schnell wieder wirtschaftlich erholt hat. Nach rund drei Jahren Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich im Verlauf des Jahres 2010 gezeigt, dass insbesondere Baden-Württemberg deutlich schneller aus dem konjunkturellen Tief herauskommen ist, als alle Experten dies vorhergesagt haben. Auch in der heimischen Region war der Aufschwung bereits deutlich spürbar. Vor dem Hintergrund dieser unerwartet positiven Aufwärtstendenz der wirtschaftlichen Entwicklung, kann die Sparkasse ebenfalls auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die Sparkasse kann dadurch ihre gute Eigenkapitalsausstattung weiter stärken, die Erfüllung ihres öffentlichen Auftrags sowie die Grundlage für eine stabile Kreditversorgung sichern. Dementsprechend sind wir mit der Entwicklung unseres Kreditgeschäfts sehr zufrieden. Den Sparkassen wurde im vergangenen Jahr unverändert höchstes Vertrauen in der Finanzbranche entgegengebracht, sie wirken in diesen Zeiten als Stabilitätsanker. Dies hat sich wieder im Einlagengeschäft positiv bemerkbar gemacht. Zufrieden sind wir auch mit der sich weiter im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Ertragssituation.“ Mit diesen Aussagen eröffnete Sparkassendirektor Gerhard Stock, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neckartal-Odenwald, das Pressegespräch, in dem er gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen, Sparkassendirektor Helmut Augustin, zusammenfassend über das Geschäftsjahr 2010 der Sparkasse berichtete.

Der Vorstandsvorsitzende führte aus, dass die Bilanzsumme der Sparkasse zum Jahresende 2,094 Milliarden Euro betrug.
Die bereits in den beiden Vorjahren angestiegenen Kundeneinlagen erhöhten sich auch in 2010. Der Gesamtbetrag der Einlagen belief sich zum Jahresende auf 1,454 Milliarden Euro.

Stock erklärte, dass die Sparkasse auf viele Arten regional verankert ist. Anders als bei weltweit tätigen Finanzinstituten fließen die Einlagen der Kunden damit nicht in internationale Finanzmärkte, sondern in für alle nützliche Investitionen in ihrem Geschäftsgebiet. Zunehmend sind dies Investitionen in erneuerbare Energien und energetische Sanierungen. Hierdurch wird nicht nur der regionale Wirtschaftskreislauf gestärkt. Die Kunden können sich vielmehr durch ihre Anlageentscheidungen für die eigene Region engagieren und etwa wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten. Mit einer Geschäftspolitik, die sich am Bedarf der Menschen vor Ort ausrichtet, werden somit die Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in Einklang gebracht.

Nicht zuletzt aus den genannten Gründen entwickelte sich im vergangenen Jahr auch die Geldvermögensbildung wieder außerordentlich positiv. Zu verstehen ist darunter die Zusammenfassung von bilanziellem und außerbilanziellem Geschäft. „Hier betrugen die weit über dem Durchschnittswert des baden-württembergischen Sparkassenverbandes liegenden Zuwächse für unser Haus 47 Millionen Euro“, führte Stock weiter aus.

„Als Stabilitätsanker wurde den Sparkassen, und so auch unserem Haus, 2010 unverändert das mit Abstand höchste Vertrauen in der Finanzbranche entgegengebracht. Einer repräsentativen Umfrage zufolge bringen 63 Prozent der Bundesbürger den Sparkassen hohes oder sehr hohes Vertrauen entgegen“, so Stock.

Trotz verhaltener Wertpapierumsätze im vergangenen Jahr kann die Sparkasse mit ihrem Wertpapier- und Investmentgeschäft insgesamt zufrieden sein. Die Kunden zeigten sich in diesem Bereich nach der Finanzmarktkrise und aufgrund schwankender Kursentwicklungen auf den Märkten immer noch sehr verunsichert. Sie kauften und verkauften für rund 153 Millionen Euro Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Investmentanteile. Insgesamt haben die Zuwächse bei den Kundeneinlagen aber die Rückgänge im Wertpapiergeschäft bei weitem mehr als kompensiert, was durch die bereits erwähnte Geldvermögensbildung deutlich wird.

Zusammen mit ihrem zuverlässigen Partner Deka, der Kapitalanlagegesellschaft der Sparkassen, war die Sparkasse im Investmentbereich wieder erfolgreich. Die Werte in den Wertpapierdepots der Kunden, die von der Sparkasse selbst, aber auch von der Deka verwaltet werden, erhöhten sich auf 348 Millionen Euro.

Zum Kundenkreditgeschäft äußerte sich Sparkassendirektor Augustin: „Unsere gute Einlagenentwicklung, unsere solide Eigenkapitalausstattung und unsere stabile Ertragskraft sind Basis für eine verlässliche Kreditpolitik sowohl in Krisenzeiten als auch jetzt im Aufschwung.
Im vergangenen Jahr war es wichtig, den steilen Aufschwung ausreichend zu finanzieren. Die Unternehmen in der Region konnten sich dabei auf die Sparkasse verlassen. Somit wurde 2010 das Kundenkreditgeschäft bei einem ausgeweiteten Neugeschäft vor allem von den Unternehmenskrediten getragen.
„Wir werden auch weiterhin als verlässlicher Partner dem Handwerk und den mittelständischen Betrieben als Kreditgeber zur Verfügung stehen,“ so Augustin.
Augustin unterlegte dies mit den offenen Kreditzusagen zum Jahresende, das sind bereits genehmigte Kredite und Darlehen, die von den Kunden aber noch nicht abgerufen wurden, die auf 49 Millionen Euro angestiegen sind und sich damit um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhten.

Der Bestand aller Kredite und Darlehen bei der Sparkasse bewegte sich mit einem Volumen von 1,1 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei ist vor allem ein Bestandszugang im gewerblichen Kreditgeschäft zu verzeichnen.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Sparkasse präsentiert Jahresbericht 2010″ url=“//www.nokzeit.de/?p=9283„] Rund 189 Millionen Euro wurden 2010 insgesamt den privaten und gewerblichen Kunden an neuen Krediten zugesagt, dies entspricht einem Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtbetrag aller Darlehensauszahlungen liegt zum Jahresende bei 165 Mio. Euro. 76 Millionen Euro entfallen auf den privaten Wohnungsbau und zusätzlich 14 Millionen Euro auf die Finanzierung von Fotovoltaikanlagen. Rund 13,5 Millionen Euro wurden für die Finanzierung von Neubauten verwendet.

Augustin wies insbesondere darauf hin, dass im Bereich „Erneuerbare Energien“, die im vergangenen Jahr deutlich gestiegene Nachfrage nach der Finanzierung von Fotovoltaikanlagen sehr erfreulich ist.

Im Bereich der Energetischen Sanierung werden von der Sparkasse Förderprogramme der KfW angeboten. Insbesondere zur Finanzierung von Investitionen, die dem Klimaschutz dienen, stehen verschiedene KfW-Förderprogramme zur Verfügung. „Klimaschutz“ steht dabei sowohl für Maßnahmen der Energieeffizienz als auch für den Einsatz erneuerbarer Energien. Förderangebote dieser Art gibt es für Firmen- und für Privatkunden.

Mit staatlichen Zulagen und Steuervorteilen gefördert wird auch die immer wichtiger werdende Altersvorsorge in Form einer Geldrente. Die Sparkasse bietet über ihre Kooperationspartner SV Sparkassen Versicherung und Deka zur geförderten Altersvorsorge hervorragende Produkte an und war bei der individuellen und bedarfsgerechten Beratung ihrer Kunden in diesem Bereich wieder sehr erfolgreich.

Auch die Riester-Rente setzt ihren Aufwärtstrend fort. 45 Prozent der Riester-Berechtigten nutzen bereits diese Vorsorgeform.

Wie bereits in der Vergangenheit engagierte sich die Sparkasse daneben im Bereich der Förderung junger Unternehmer sehr stark. Unsicherheit am Arbeitsplatz, veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine nicht allzu ausgeprägte Gründermentalität in Deutschland sind Faktoren, die auch die Sparkasse Neckartal-Odenwald vor eine Herausforderung stellt. Im Rahmen der „Gründerwoche Deutschland“ veranstaltete sie am 18. November 2010 zum dreizehnten Mal in Kooperation mit der Ideenwerkstatt Mosbach das Existenzgründerseminar, und zwar mit einer Rekordbeteiligung von 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Auch die WiNO, die vom Landkreis und den Sparkassen Neckartal-Odenwald und Tauberfranken gemeinsam getragene Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises, wird von der Sparkasse seit Jahren wesentlich unterstützt, insbesondere auch in finanzieller Hinsicht. Durch diese außergewöhnlichen Leistungen trägt die Sparkasse unter anderem aktiv zur Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen bei. Besonders hob Stock hier die Breitbandinitiative mit dem Ziel der flächendeckenden Versorgung mit einem Breitbandanschluss hervor. Die landesweit beispiellose Aktion wurde erst durch die Unterstützung der Sparkasse möglich. „Diese Gemeinschaftsaktion schafft in unserem ländlichen Raum wichtige Standortvoraussetzungen für den Erhalt und die Ansiedlung von Arbeitsplätzen“, so Stock. Bei einer Befragung von Unternehmen in Baden-Württemberg im Mai 2009 wurde von diesen die Breitbandversorgung als wichtigster Standortfaktor genannt.

„Mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses hat sich die Ertragslage der Sparkasse weiter verbessert, damit haben wir das uns für 2010 gesteckte Ziel erreicht,“ setzte der Vorstandsvorsitzende Stock die Ausführungen zur Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr fort. Er bedankte sich an dieser Stelle auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparkasse, da sich alle gemeinsam für den Geschäftserfolg eingesetzt haben.

Mit ihren Geschäftsstellen in allen Städten und Gemeinden der Region ist die Sparkasse gut erreichbar. Jeder findet eine Sparkassengeschäftsstelle ganz nah bei seinem Wohn- oder Arbeitsort. Stock führte hierzu weiter aus, dass die Sparkassen mit 25.700 Geldautomaten das dichteste Netz in Deutschland unterhalten.

Die Sparkasse Neckartal-Odenwald betreute zum Jahresende 2010 rund 109.000 Privatkunden. „Über rund 26.000 Girokonten wickelten unsere Kunden ihre Buchungen im Online-Banking ab“, so Augustin.

Rund 8.500 Kunden, dies entspricht 43 Prozent der Online-Banking-Teilnehmer, nutzen bereits heute die chipTAN für das Online-Banking bei der Sparkasse. Das Verfahren erzeugt eine individuelle Transaktionsnummer (TAN) für eine Überweisung und bietet dadurch mehr Sicherheit und Komfort beim Online-Banking.

Die Sparkasse zählt in der Region zu den wichtigsten Arbeitgebern. Sie ist flächendeckend überall mit ihren Geschäftsstellen vertreten. Damit stellt sie in der Region hochqualifizierte Arbeitsplätze zur Verfügung. Zum Jahresende waren bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald 624 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl beinhaltet 68 Auszubildende, von denen allein im vergangenen Jahr 24 ihre Ausbildung begonnen haben.

Das Engagement für das Gemeinwohl ist ein zentraler Bestandteil der Geschäftsphilosophie der Sparkasse. Die enge Verbundenheit der Sparkasse mit der Region zeigt sich somit auch in dem umfangreichen gesellschaftlichen Engagement der Sparkasse. Mit rund 800 TEUR förderte die Sparkasse Neckartal-Odenwald im vergangenen Jahr kommunale, soziale und kirchliche Einrichtungen und Vereine mit Sach- und Geldspenden/Sponsoringmaßnahmen ebenso wie Sport- und Kultureinrichtungen. Auch mit der Durchführung eigener Veranstaltungen wie Konzerten, Kunstausstellungen und Vorträgen zeigt die Sparkasse ihr gesellschaftliches Engagement.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Sparkasse präsentiert Jahresbericht 2010″ url=“//www.nokzeit.de/?p=9283„] Angesichts tief greifender Veränderungsprozesse sind die Sparkassen künftig noch stärker als stabilisierende und integrative Kraft gefragt. Wie stets in Umbruchzeiten übernehmen sie auch heute wieder Verantwortung für eine langfristig tragfähige Entwicklung. Es geht darum, den Wandel durch Stärkung der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Strukturen vor Ort zu gestalten.

Die Sparkassenvorstände wiesen darauf hin, dass die Sparkasse trotz der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen aufgrund ihrer guten Eigenkapitalausstattung auch zukünftig in der Lage sein wird, allen Finanzierungswünschen ihrer Kunden nachzukommen. „Wir werden alles daran setzen, unseren Beitrag zu leisten, um die Rahmenbedingungen auch in Zukunft für alle in der Region günstig zu gestalten“, so die Sparkassenvorstände.

„Aufgrund des Vertrauens, das und die Kunden entgegenbringen, gehen wir von einem weiteren nachhaltigen Wachstum im Kundengeschäft und einem weiteren kontinuierlichen Ausbau unserer Marktposition aus“, so Stock. Der Vorstandsvorsitzende bedankte sich für das von den Kunden im vergangenen Jahr entgegengebrachte große Vertrauen und schloss das Pressegespräch mit den Worten: „Unsere Kunden können darauf vertrauen, dass die Sparkasse sie auch in Zukunft als Partner in allen Lebenslagen begleiten wird.“

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