Hohe Aufklärungsquote in Miltenberg

Sehr gute Sicherheitslage im Landkreis

Miltenberg. (pm) „Der Landkreis Miltenberg gehört zu den sichersten Regionen in Deutschland“. Diese erfreuliche Bilanz zog der Leiter der Polizeiinspektion Miltenberg, Erster Polizeihauptkommissar Bernhard Wenzel bei der Vorstellung des Sicherheitsberichtes 2010 am Mittwoch im Landratsamt Miltenberg. Das Sicherheitsgespräch war gleichzeitig auch der Antrittsbesuch des neuen Leiters der Polizeiinspektion Obernburg, Polizeirat Manuel Rösch bei Landrat Roland Schwing.


Die positive Sicherheitslage des Landkreises ist anhand verschiedener Kennzahlen messbar. Insgesamt wurden 2010 4.028 Straftaten begangen. Gegenüber dem Jahr 2009 ist dies ein leichter Rückgang von 1, 7 Prozent. Von diesen Delikten konnten 2.867 aufgeklärt werden. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 71, 2 Prozent. Damit werden sowohl der unterfränkische Durchschnittswert von 66, 8 Prozent sowie der bayerische Landesdurchschnitt von 64,6  Prozent deutlich überschritten. Auch bei der „Häufigkeitszahl“, welche die Anzahl der registrierten Straftaten je 100.000 Einwohner angibt, wird das hohe Sicherheitsniveau im Landkreis Miltenberg deutlich. Bayernweit liegt dieser Wert bei 4.958, im unterfränkischen Durchschnitt bei 4.258 und im Landkreis Miltenberg bei 3.121. Damit ergab sich der zweitniedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Ein besonderer Schwerpunkt der präventiven Arbeit wird seitens der Polizei weiterhin auf die Überwachung der Jugendschutzvorschriften gelegt. Hier sei inzwischen bei den Veranstaltern von Festen sehr viel Verständnis festzustellen. Landrat Schwing ergänzte, dass  durch die landkreisweite Einführung der Jugendsozialarbeit an Schulen weitere positive Effekte zu erwarten seien. Bewährt habe sich, so übereinstimmend die Inspektionsleiter Wenzel und Rösch, der Aufbau einer Sicherheitswacht, die an bekannten „Brennpunkten“ in Kommunen tätig sei.

Einen leichten Rückgang bei der Zahl der Verkehrsunfälle gab es im Jahr 2010 im Vergleich zu 2009. Insgesamt ereigneten sich 2.542 Unfälle und damit 1,32 Prozent weniger. Zu den häufigsten Unfallursachen gehören Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren, Missachten der Vorfahrt sowie nicht angepasste Geschwindigkeit. Die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle ist 2010 gegenüber den Vorjahren wieder angestiegen. Neben einer verringerten Anzahl von Verkehrsunfällen verminderte sich auch die Zahl der Verletzten auf 516. Eine Zunahme gab es allerdings bei den Verkehrstoten, die von 2009 mit sieben Toten auf acht Tote im Jahre 2010 zunahm. Gestiegen ist auch die Zahl der Motorradunfälle von 50 auf 55. Landrat Schwing lobte die insgesamt hervorragende Arbeit der Polizei im Landkreis und die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Miltenberg.


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