CDU Walldürn besucht Pelletieranlage

500 Pelletieranlage

Die Besucher auf dem Hof der Familie Kaufmann. (Foto: pm)

Walldürn. (pm) Zahlreiche Mitglieder und Interessenten konnte der Stadtverbandsvorsitzende der CDU Steffen Ullmer am vergangenen Montag auf dem Hof der Familie Kaufmann in Walldürn begrüßen. Ein besonderer Gruß galt dem Fraktionsvorsitzenden und Mitglied des Landtages Peter Hauk und Bürgermeister Markus Günther, aber auch der Familie Kaufmann, die sich bereit erklärt hatte, der Öffentlichkeit ihre innovative Pelletieranlage vorzustellen. F. Kaufmann begrüßte die Gäste im Namen der Familie und stellte die Idee der Anlage vor. Ziel sei es, aus landwirtschaftlichen Abfällen, wie Stroh, Gärabfällen aus Biogasanlagen, Heu, Mist und besonderen Pflanzen Brennstoffe und Streumaterial herzustellen, ohne in die Nahrungskette einzugreifen und kostbare Nahrungsmittel zu Heizwecken zu missbrauchen.

Die Pellets seien aber nicht nur als optimale Abfallverwertung zum Heizen geeignet, sondern auch als Einstreue für Pferde und Schweineställe, da sie eine enorme Saugkraft aufweisen und vor allem das in Ställen entstehende Ammoniak binden und so eine zu starke Geruchsbildung vermeiden. Peter Hauk erläuterte, dass gerade im Rahmen der Forderung nach mindestens 10% erneuerbarer Energie in unseren Haushalten eine solche Möglichkeit eine optimale Ergänzung sei. Gegenüber den bereits seit einigen Jahren verwendeten Hackschnitzeln sind hierbei die entsprechenden Rohstoffe schneller nachwachsend und basieren überwiegend auf Abfallprodukten. Im Anschluss an F. Kaufmann erläuterte ihr Mann die technische Seite der Anlage.




Als gelernter Bäcker hatte er eigentlich wenig mit dieser Technologie zu tun, vielmehr konnte er sich nicht damit anfreunden, dass in den letzten Jahren überschüssiges Getreide, ein Grundnahrungsmittel, zum Energiegewinn verwendet wurde. Zusammen mit der Firma Himer entwickelte er einen Prototyp der Pelletieranlage, von dem heute die Hightech-Version auf dem Hof der Familie Kaufmann steht. Durch eine optimale Bodennutzung, bei der nur 25-35% für die Pelletierung entnommen wird, wird ein Brennstoff erzeugt, dessen Asche wiederum so mineralienreich ist, dass sie wieder dem Boden als Düngung zugeführt werden kann. Die Rohstoffe werden vorgehäckselt, gelangen über ein Schnecke in den Mahlraum und von dort in einen Vorlagebehälter, in dem Stoffe, die zu klein zum Häckseln sind und der Feinstaub aus der Entstaubungsanlage zugemischt werden. In der anschließenden Pelletierpresse wird der Rohstoff entwässert und zu 90o C heißen Pellets gepresst, die in der anschließenden Vibrationsrinne aussortiert und zu der Abfüllung weitertransportiert werden. Im Unterschied zu Holzpellets, die getrocknet werden müssen, ist dies hierbei nicht notwendig.

Wenn auch die Gewinnung der Pellets im Augenblick noch 120 KW/1,5t benötigen, so kann daraus eine Heizleistung von 5000 KW oder 450l Heizöl erreicht werden.

Das Interesse der anwesenden Gäste war groß, was die entsprechenden Nachfragen zeigten. Und so konnte man sich bei der anschließenden Bewirtung durch die Familie Kaufmann noch angeregt unterhalten. Peter Hauk dankte der Familie für ihren Mut und den Willen, Neues zu wagen und so einen innovativen Beitrag zu leisten zu einer alternativen Energiegewinnung und wünschte ihnen viel Glück und Erfolg für die Zukunft.

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