Silvester erstmals nach 35 Jahren in Freiheit

Amtsinspektor Gerd Ohnsmann in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet

Abschied Ohnsmann

Gerd Ohnsmann (3.v.re.) bei einer kleinen Feierstunde im Kollegenkreis. (Foto: pm)

Adelsheim. (ds) Seit Dezember 2013 ist Gerd Ohnsmann nunmehr ein „freier Mann“. 35 Jahre, nachdem er am 01.04.1978 in den Allgemeinen Vollzugsdienst eintrat, hat einer der Adelsheimer Vollzugspioniere im Bereich der Untersuchungshaft die Uniform für immer abgelegt.  

Anstaltsleiter Rainer Goderbauer zeichnete bei der Übergabe der Ruhestandsurkunde die Vollzugskarriere eines Mannes nach, den er einen „vorbildlichen Beamten, der seinem Berufsstand alle Ehre gemacht hat“, nannte.

Ohnsmann hatte nach der Schulausbildung zunächst die Ausbildung zum Landwirtschaftsgehilfen erfolgreich abgeschlossen und im elterlichen Betriebe gearbeitet. Nach einer Umschulung zum Werkzeugmacher ist er im April 1978 in den Allgemeinen Vollzugsdienst eingetreten und hat seine Vollzugslaufbahn begonnen. Nach der zweijährigen Vollzugsausbildung und bestandener Laufbahnprüfung erfolgte die Verbeamtung und Ernennung zum Assistenten, der in den nächsten Jahren regelmäßige leistungsbegründete Beförderungen folgten. Mit der Ernennung 2001 zum Amtsinspektor erreichte er schließlich das Spitzenamt seiner Laufbahn.




Bis zuletzt leitete Ohnsmann in vorbildlicher Weise als 1. Hausbeamter die Abteilung für junge Untersuchungsgefangene, die er im März 1999 übernommen hatte. Während seiner gesamten Dienstzeit war er als Mitarbeiter in verschiedenen Wohngruppen immer in direktem Kontakt mit den Gefangenen eingesetzt, die ihn als zuverlässigen Ansprechpartner sehr schätzten. Sein Umgang mit den jungen Männern war für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielhaft. Immer belastbar und mit einer gehörigen Portion Humor ausgestattet, verkörperte Gerd Ohnsmann den pädagogischen Hausvater alter Prägung.

Diese Charaktereigenschaften und seine geleistete Arbeit  wurden von Anstaltsleiter Goderbauer bei der Verabschiedung ausführlich gewürdigt.

Ohnsmann, der sich nunmehr auf mehr Zeit mit seinen Enkeln freut, appellierte in seinen persönlichen Worten dafür, mehr Personal direkt an den jungen Gefangenen einzusetzen, um Probleme besser erkennen und mit Ihnen intensiver arbeiten zu können.

Abschließend wünschte Goderbauer dem angehenden Pensionär für seinen weiteren Lebensweg alles Gute, vor allem aber Gesundheit.

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