Hettemer Fregger starten Jubiläumskampagne

Geehrte Taenzerinnen

Die geehrten Tänzerinnen. (Foto: Liane Merkle)

Hettingen. (lm) „Sechzig Johr, wunderboar – Fregger jetzt mit Vorschdands.Froa!“ Unter diesem Motto legten die Hettemer Fregger ein „Warm up“ für ihre Jubiläumskampagne hin, das die Hüngheimer Trachtenkapelle unter Dirigent Walter Stahl im wahrsten Sinne des Wortes mit „Pauken und Trompeten“ eröffneten, und dem man gleichermaßen 60 Jahre Erfahrung und die Power der neuen Fregger-Chefin Kirsten Erfurt anmerkte.

Kleine Pannen wurden ins Programm integriert, gute Laune strahlte von der Elferratstribüne und die Auftaktsitzung hatte die angenehme Dauer von sehr erträglichen drei Stunden, was das närrische Publikum wohlwollend anerkannte und zu genießen wusste. Mit von der Partie waren unter anderem Ehrenvorsitzender Rudi Knühl, Ehrenpräsident Gerhard Raab sowie einige Ehrenmitglieder. „In Hettje is heut Faschenacht, die Äschesäck sinn los…“ eroberten Juniorengarde und Elferrat singend die Bühne zusammen mit unzähligen Gastabordnungen aus dem Narrenring Main-Neckar. Diese kamen unter anderem aus Billigheim, Buchen, Seckach, Wiesenbach, Hainstadt, Königshofen, Bödigheim, Königheim und Schweinberg und sie folgten der Einladung des schwungvollen Präsidenten-Trios Andreas Mackert, Andreas Gramlich und Arno Kirchgeßner nur zu gerne: „Feiert mit uns im Lindensaal, denn Faschenacht in  Hettje ist eine gute Wahl“.




Den Programmteil startete ein bonbon-rosa Feuerwerk mit blonden Haaren. „Cindy aus Marzahn“ in gleich 13facher Ausfertigung wirbelte zusammen mit einem „Prinzen“ über die Bühne, damit sorgte die Kindergarde der Hettemer Fregger mit Temperament für Stimmung, Augenschmaus und den perfekten Rahmen für „Schlüsselübergabe“ durch Ortsvorsteher Volker Mackert. Als echter Freund der 5. Jahreszeit hat er kein Problem mit der Machtübergabe, sondern freute sich über die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern. Unterstützt wurde er bei dieser wichtigen Amtshandlung vom 1. Vorsitzenden der Hüngheimer Trachtenkapelle, Ralf Müller, bevor die HF-Juniorengarde schwungvoll ihr Können unter Beweis stellte, dem man unzählige Trainingsstunden anmerkte.

Der durchgestylte „Jungpolitiker“ Johannes Gehrig von der FG Höhgoiker Glashofen gab sich politisch cool und aalglatt und demonstrierte in perfekter Parodie wie man sehr viel reden kann ohne etwas zu sagen. Nach so viel „Politik“ war „tänzerisch leichte Kost“ angesagt und die kredenzte das Hettemer Tanzmariechen Larissa Weis. Auch wenn die Augen Mühe hatte, diesem charmanten Tornado zu folgen. Tänzerisch ging es weiter mit der HF-Schneebargarde, die mittels Trommeln, Samba und Fußball zur „TRAUMfigur“ kommen wollten. Dabei hat doch jeder seine eigene Vorstellung von einem perfekten Body wie das Strahlen der „Mädels“ zeigte.

„Perfekt in Formation“ präsentierte sich die Freggergarde, was sicher nicht leicht war. Denn wenn von neun durchtrainierten und harmonisch aufeinander abgestimmten Tänzerinnen zwei verletzungsbedingt ausfallen, wird es schwierig. Doch die zackigen Mädels schafften das augenscheinlich spielend, was die drei A’s (zweimal Andreas und einmal Arno) des Präsidenten-Trios auch gleich zu würdigen wussten. Zum einen lobten sie ganz grundsätzlich ihre Gardemädchen, die immer zur Stelle seien, wenn sie gebraucht würden und zum zweiten führten sie Ehrungen für langjährige Tänzerinnen durch.

Fotoserie zum Artikel – (Fotos: L. Merkle)

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Mit der Ehrennadel in Bronze wurde Lisa Bundschuh nach fünf Jahren in der Garde ausgezeichnet. Silber erhielten für sieben Gardejahre Helen Esche, Celine Henk und Lea Wachter und mit der Sonderurkunde für elf Jahre Gardezugehörigkeit wurden die Verdienste von Jaqueline Mackert und Helen Wegert gewürdigt. So viel Lob verlangt nach Fanfaren, und diese wurden „vertreten“ durch die „Steinzeittrommler 1980“ aus Buchen, als Garant für Superstimmung mit lautem Rhythmus und ansprechenden Formationen. Am Kochen hielt diese Stimmung „Feuerwehrmann“ Bernhard Lausberger aus Bürgstadt mit seinem gereimten „Hauch auf unsere Feuerwehr“. Schließlich habe es gedauert bis er seinem Traumjob nachgehen konnte, denn bereits als Kind betätigte er sich als Löschzwerg und aß leidenschaftlich gerne Brand-Zwieback und Spritzgebäck. Akrobatik pur, gekoppelt mit Anmut, Charme und Gummiknochen servierte temperamentvoll das Tanzmariechen Carla Braun bevor die HF-Waschbärbäuch mit ihrem Schautanz „Zalandando – Schrei vor Glück oder schicks zurück“ den Saal noch einmal zum Kochen brachten. Dabei bewies ein Elferrat, dass auch Männer ganz gut in HighHeels laufen können, wenn ihm und seinen flotten Postboten auch die roten Turnschuhe besser in den Kram passten. Ein perfekter Schlusspunkt unter einer grandiosen Auftakt-Sitzung mit unzähligen Helfern vor, auf und hinter der Bühne. „Fregger, hau ruck!“

 

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