AWN sieht keine Alternative für KWO-Beton

Buchen. Laut Abfallwirtschaftsgesellschaft AWN gibt es derzeit keine möglichen Alternativen zu einer Deponierung von Obrigheimer Bauschutt auf
der Buchener Deponie Sansenhecken. Umweltminister Untersteller hatte
gestern in einem offenen Brief an die Buchener Bevölkerung nocheinmal
klargemacht, daß das Land darauf bestehe, daß die Buchener Deponie Material aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Obrigheim annehmen muß. Hierzu sei sie rechtlich verpflichtet.

Die AWN widerspricht jetzt indirekt einer Bürgerinitiative aus Buchen, die
die Deponierung in Buchen verhindern will und in den vergangenen Wochen
mehrfach über ?mögliche Alternativen? berichtet hatte. Die BI sei dabei, mit dem Umweltministerium an anderen Lösungen zu arbeiten, die die Buchener Deponie quasi entlasten würden, hieß es bei der Initiative. ?Hier reißt sich niemand um diese Abfälle?, so AWN-Chef Mathias Ginter bei SWR4.

Das Ministerium habe mit dem offenen Brief an die Buchener aber wieder
unmissverständlich deutlich gemacht, daß der Neckar-Odenwald-Kreis
rechtlich verpflichtet sei, die rund 2000 Tonnen Bauschutt aus Obrigheim zu
entsorgen. In dem Schreiben werde die Deponie Sansenhecken dabei explizit
genannt. Alternativen dazu könne er derzeit nicht erkennen, so Ginter.
?Wenn es realistische Alternativen zu einer Entsorgung in Buchen gibt, sind
wir sofort dabei. Nur leider liegen solche realistischen Alternativen
derzeit nicht auf dem Tisch.?

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