TBB: Krankenhausbetten für ungarische Einrichtung

## Inventar aus dem Haus 2 ging in den Partnerlandkreis Tolna** 

_Nicht mehr benötigtes Mobiliar aus dem Haus 2 des Krankenhauses Tauberbischofsheim wurde an das städtische Krankenhaus im Partnerlandkreis Tolna in Ungarn gespendet. Beim Verladen halfen acht Flüchtlinge, die derzeit in der Gemeinschaftsunterkunft in der Albert-Schweitzer-Straße in Tauberbischofsheim untergebracht sind. (Foto: pm)_

**Tauberbischofsheim.** _(pm)_ Nach dem Umzug der Psychiatrie in den Neubau am Krankenhaus Tauberbischofsheim wurden teilweise Krankenbetten und Nachttische nicht mehr benötigt. Gute Dienste können sie aber noch in einem Krankenhaus im Partnerlandkreis Tolna in Ungarn leisten. In Zusammenarbeit mit dem Büro der ungarndeutschen Minderheitenselbstverwaltung, der Krankenhausverwaltung in Tauberbischofsheim und dem Landratsamt wurde der Transport der 30 Betten, Nachttische und Matratzen organisiert.

Ein ungarisches Transportunternehmen, das im Zulieferbetrieb der Automobilindustrie zwischen Deutschland und Ungarn tätig ist, hatte sich bereit erklärt, den Transport des Inventars zu übernehmen. Tatkräftig unterstützt wurde die Verladeaktion durch acht junge Flüchtlinge, die derzeit in der Gemeinschaftsunterkunft in der Albert-Schweitzer-Straße in Tauberbischofsheim untergebracht sind. Extra für das Projekt wurde eine so genannte Arbeitsgelegenheit nach dem Asylbewerberleistungsgesetz geschaffen. Die Helfer erhalten laut Gesetz für die Arbeit ein kleines Taschengeld in Höhe von 80 Cent je Arbeitsstunde. Ein schon sehr gut deutsch sprechender Flüchtling sagte: „Wir haben nicht gewusst, dass wir auch noch Geld bekommen. Wir wollten einfach helfen und haben uns deshalb freiwillig für die Arbeit gemeldet“.

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Wesentlich aufwändiger und komplizierter als das Verladen waren die Formalitäten, die für den Transport zu erledigen waren. Papiere mit den Typen-Nummern der Betten und medizinischen Geräte für den Zoll mussten erstellt werden. Eine offizielle Schenkungsurkunde wurde ausgestellt, damit der Lkw-Fahrer den Zollbeamten oder der Polizei nachweisen konnte, dass die Betten nicht gestohlen waren.

Mittlerweile sind die Betten wohlbehalten im städtischen Krankenhaus in Tolna angekommen. Sie treffen dort möglicherweise auf andere Einrichtungsgegenstände und medizinische Geräte aus dem Taubertal. Seit Anfang der 90er Jahre fanden immer wieder Transporte mit ausgemusterten Einrichtungsgegenständen oder medizinischen Geräten aus dem Krankenhaus Tauberbischofsheim statt. lra

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