Sprung ins kühle Nass: Die Braunbären kühlen sich gerne ab. (Foto: pm)
So gehen die Tiere im Zoo Heidelberg mit der Hitzewelle um
Heidelberg. (pm) Während ganz Deutschland unter der aktuellen Hitzewelle schwitzt, bleiben die Tiere im Zoo Heidelberg gelassen. Schattenplätze, Wasserbecken und kühle Innenbereiche bieten ihnen jederzeit Rückzugsmöglichkeiten, über Duschen und besondere Beschäftigungsangebote freuen sich die Tiere zusätzlich. Besucher können zurzeit beobachten, wie unterschiedlich die verschiedenen Tierarten mit der Hitze umgehen.
Mittags steht der Asiatische Elefant entspannt im Schatten, die Alpakas genießen eine erfrischende Dusche und die Gürtelvaris beschäftigen sich mit einer gefrorenen Leckerei. Die aktuellen Temperaturen machen sich im Zoo Heidelberg vor allem durch kleinere Anpassungen im Tagesablauf einiger Tiere bemerkbar, besondere Hitzemaßnahmen sind jedoch meist nicht notwendig.
„Unsere Tiere haben in der Regel rund um die Uhr Zugang zu allen Bereichen ihrer Anlagen und können selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten möchten“, erklärt Kuratorin Sandra Reichler. „Wer Schatten sucht, findet ihn unter Bäumen, Unterständen oder in den Innenanlagen.“ Auch kleine und große Wasserstellen auf den Anlagen sorgen für Abkühlung, so können Besucher beispielswiese die Elefanten zurzeit häufig beim Baden beobachten.

Die Gürtelvaris lieben eingefrorene Leckereien. (Foto: pm)
Viele Zootiere verlegen ihre Aktivitätsphasen derzeit stärker in die kühleren Morgen- und Abendstunden und ruhen sich während der Hitze vermehrt aus. An besonders heißen Tagen sorgen die Tierpfleger zusätzlich für kleine Erfrischungen. Besonders die Alpakas sowie zahlreiche Vögel freuen sich über eine Dusche mit dem Wasserschlauch. Die Beregnungsanlagen im Elefantenhaus und in den Volieren kommen häufiger zum Einsatz, Wasserschalen werden öfter kontrolliert und frisch aufgefüllt.
Für manche Tiere gibt es zudem gefrorene Leckereien. Besonders die Braunbären und die Gürtelvaris freuen sich über sogenannte Eisbomben, in denen Obst, Fleisch oder anderes Futter eingefroren sind. „Dabei steht weniger die Abkühlung im Vordergrund als die Beschäftigung“, erklärt Reichler. „Die Tiere müssen sich das Futter Stück für Stück erarbeiten und sind dadurch längere Zeit aktiv beschäftigt.“ Solche Beschäftigungsangebote werden als Enrichment bezeichnet und fördern die körperliche und geistige Auslastung der Tiere.
Nicht nur die Tiere, sondern auch die Mitarbeiter passen sich den Temperaturen an. Körperlich anstrengende Arbeiten erledigen viele Tierpfleger bereits in den frühen Morgenstunden, bevor die größte Hitze einsetzt. Für Zoobesucher bleiben die kommentierten Fütterungen und Trainings grundsätzlich zu den gewohnten Zeiten bestehen. Sollte etwas verschoben oder abgesagt werden müssen, informiert der Zoo Heidelberg auf seiner Website, über seine Social-Media-Kanäle sowie vor Ort.

Die Jungbullen im Zoo Heidelberg haben ein Wasserbecken auf der Außenanlage und eins auf der Innenanlage. (Foto: pm)