Erfolgsgeschichte mitten im Bauland

Von der Garage zur Millioneninvestition: Landrat besuchte die Firma Meisel Montagetechnik in Sindolsheim**


 Die Firma Meisel Montagetechnik in Sindolsheim und damit einen expandierenden Dienstleister für die Automobilindustrie besuchte Landrat Dr. Achim Brötel zusammen mit Rosenbergs Bürgermeister Gerhard Baar und dem Wirtschaftsförderer des Kreises, Johannes Biste. (Foto: pm)

Sindolsheim. (pm) Ganz klassisch in einer Garage haben Ute und Ronald Meisel 2007 begonnen, ihre Firma für Montagetechnik in Rosenberg-Sindolsheim aufzubauen. Daraus geworden ist ein expandierender und mehrfach zertifizierter Dienstleister für die Automobilindustrie mit insgesamt 60 Mitarbeitern in unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen. Nun steht mit dem Bau einer neuen Halle eine weitere Millioneninvestition an.

Von dieser Erfolgsgeschichte mitten im Bauland hat sich nun Landrat Dr. Achim Brötel zusammen mit Rosenbergs Bürgermeister Gerhard Baar und dem Wirtschaftsförderer des Kreises, Johannes Biste, ein Bild gemacht.

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„Wir hatten jahrelange Erfahrung mit Montageleistungen in Heimarbeit. Und da wir vom Arbeitgeber meines Mannes ermunternde Signale bekommen hatten, haben wir uns getraut, unsere Firma mit drei Angestellten in der Garage zu gründen“, erinnert sich Ute Meisel. 2011 folgte dann mit Fertigstellung der Montagehalle am Ortsausgang ein weiterer wichtiger Schritt. „Wir sortieren Schrauben und Verbindungselemente auf unterschiedliche Fehlermerkmale. Zudem montieren wir an Handarbeitsplätzen verschiedene Baugruppen“, erklärte Ronald Meisel dem Landrat das Leistungsspektrum.

Aufgrund der guten Nachfrage habe man 2012 einen ersten Vollautomaten in Betrieb genommen, mittlerweile umfasst der Maschinenpark acht solcher Automaten. „Nahezu jedes neue Auto in Deutschland enthält rund drei Teile, die einmal durch unsere Hände gegangen sind“, so Meisel stolz auf die Frage der Gäste, wo denn die getesteten oder montierten Produkte verbaut seien.

Um diese Leistung zu erbringen, so erklärte das Ehepaar bei einem Rundgang zusammen mit der Assistentin der Geschäftsführung, Doreen Feld, arbeite man inzwischen von 6 bis 22 Uhr und biete den neun männlichen und 51 weiblichen Arbeitskräften äußerst flexible Modelle. „Durch unsere langen Öffnungszeiten sind wir in der Lage auf die meisten Wünsche unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, viele davon Mütter, einzugehen“, sagte die für das Personal zuständige Ute Meisel. Beim Thema Personal und Fachkräfte sei man derzeit noch gut aufgestellt. Insbesondere bei Frauen habe man keine Probleme, weitere Kräfte zu finden. Auch mit dem Jobcenter Neckar-Odenwald habe man gute Erfahrungen gemacht. Bei Fachkräften sei es gelegentlich schwieriger, jemand zu finden. Derzeit sei man wieder auf der Suche und würde passende Arbeitskräfte jederzeit einstellen.

Denn nicht nur der große Bauplan im Büro der Geschäftsleitung, sondern auch die Geschäftigkeit in der Montagehalle deuteten auf das anstehende Projekt hin. Die Firma werde noch einmal einen ganz großen Schritt machen und fast zwei Millionen Euro in eine neue Halle direkt neben dem bisherigen Standort investieren, sagte Ronald Meisel. Unterstützt wird das Ehepaar dabei von der Gemeindeverwaltung, wie Gerhard Baar betonte: „Einen Betrieb mit so vielen Arbeitsplätzen direkt am Ort zu haben, das ist ein Glücksfall für jede Kommune.“ Auch Landrat und Wirtschaftsförderer versicherten ihre volle Unterstützung.


Dass dieses Projekt gelingen werde, daran hatten Dr. Brötel, Baar und Biste nach dem Besuch keinen Zweifel. Denn nicht nur bei der Akquise neuer Geschäftspartner ist das Ehepaar Meisel sehr aktiv, sie haben auch Faktoren wie Mitarbeitergesundheit und eine zukunftsfähige Energieversorgung im Blick. So denke man daran, in der neuen Halle weitgehend auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Man könne sich vorstellen, den Mitarbeitern E-Bikes für den Weg zum Arbeitsplatz anzubieten oder eine E-Tankstelle einzurichten. Auf eine solche Firma könne man sich verlassen, wenn es um neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum gehe, so daher das Fazit des Landrats abschließend.

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