Lernen macht glücklich

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(Symbolbild – Free-Photos/Pixabay)
Adelsheim. (pm) In der vergangenen Woche begeisterte Referent Jürgen Möller von der Akademie für Lernpädagogik mit seinem Vortrag zum Thema „Lernen macht glücklich“ die rund 70 Zuhörer an der Martin-von-Adelsheim-Schule.

Schon bei seiner ersten Mathe-Aufgabe, für die er zwei freiwillige Personen benötigte, konnten die anwesenden Eltern am eigenen Leib erfahren, in welch unangenehmen Situationen sich ihre eigenen Kinder im Schulalltag täglich befinden: Angst, von der Lehrkraft aufgerufen zu werden, Unsicherheit, vor der Klasse zu stehen, erneute Angst, eine Aufgabe falsch zu machen. Doch passend zum Vortragsthema zeigte er im Anschluss auf, wie unterschiedlich Lerntypen sein können und wie es gelingen kann, Freude am Lernen zu bekommen, wenn man erst einmal weiß, wie es geht. Sehr wichtig seien in diesem Zusammenhang positive Vorbilder, also Eltern, die selbst wissbegierig sind und lernen wollen. Außerdem gelte es, Störfaktoren abzuschalten.

Leistung = Potential – Störfaktoren

Typische Stolperfallen, die er aufzeigte, sei u. a. das Belohnen gemachter Hausaufgaben mit der Nutzung des Handys. Denn wer unmittelbar nach dem Lernen gleich vor dem Handy, PC oder Fernsehgerät sitzt, vergisst all das Gelernte sofort wieder. Daher empfahl er, mindestens eine Pause von 20 Minuten zwischen Lernen und Medienkonsum einzuhalten.

Anhand der vier unterschiedlichen Lerntypen, dem Cheflogiker, dem Sicherheitsbeauftragten, dem Feinfühler und dem Schöngeist, erklärte er, welches Kind in welchem Bereich quasi automatisch stark sei, er hob aber auch hervor, dass man auch daran arbeiten könne, die drei anderen Lerntypen zu stärken. Im weiteren Verlauf gab er den Eltern verschiedene Lerntechniken an die Hand, mit deren Hilfe man viele Leichtsinnsfehler reduzieren könne, u. a. durch geeignete Pausen.

Gegen Ende seines Vortrages nannte Möller vier Belohnungsregeln, mit deren Hilfe Kinder erfolgreich und damit auch glücklich gemacht werden können. Er riet den Zuhörern, die Anstrengung des Kinds beim Lernen zu bewerten, nicht die Note. Darüber hinaus ließ er Eltern wissen, dass Belohnungen unmittelbar erfolgen sollten, also ohne zeitliche Verzögerung. Dabei müsse man darauf achten, nicht regelmäßig und nicht materielle zu loben.

Wie begeistert und dankbar die Eltern über diesen Vortrag waren, konnte man anhand der vielen angeregten Gespräche in Kleingruppen feststellen. Viele hatten ihre Kinder sofort bei einzelnen Lerntypen erkannt und fanden sich auch selbst bei der ein oder anderen nicht ganz so optimalen Belohnungsgruppe wieder.

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