Wahlkreis per Rad erkundet

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Minister Peter Hauk begrüßt die Teilnehmer. (Foto: Michael Rupprecht)

Minister Peter Hauk informierte sich vor Ort

 
Mudau.  (mr) Die Zeit im Corona-Lockdown wurde von vielen zur intensiven Erkundung unserer Heimat genutzt. Das Fahrrad hat eine Renaissance erlebt, vor allem Ausflüge mit E-Bikes sind derzeit so beliebt wie nie. Viele haben dadurch erst wieder unsere Region schätzen oder neu kennen gelernt.

Im Rahmen seines Sommerprogramms hat der Minister für Ländlichen Raum MdL Peter Hauk (CDU) daran angeknüpft und am Dienstag eine informative Radtour zwischen den Gemarkungen Mudau, Limbach und Fahrenbach angeboten. Ziel der Radtour war es, sich über aktuelle Themen austauschen zu können und Probleme anzusprechen.
 
Die sommerliche Radtour fand regen Zuspruch. Mit von der Partie waren auch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger (Mudau) und Bürgermeister Thorsten Weber (Limbach) sowie der Ortsvorsteher Uwe Kohl (Robern). Nach der Begrüßung durch Hauk und Rippberger starteten mehr als 50 Teilnehmer auf die knapp 35 km lange Radtour.

Erstes Ziel war Laudenberg, wo Bürgermeister Thorsten Weber die Sanierungsbedürftigkeit der Trinkwasserversorgung erläuterte. Die Abwasserrohre seien in ein Alter gekommen, weshalb die Sanierung die Vermeidung von lästigen Rohrbrüchen mit sich bringe und somit die Kosten für die Bürger bedeute. Minister Hauk versprach, sich bei seinem Kabinettskollegen, Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Grüne) für entsprechende Zuschüsse einzusetzen.
 
Beim nächsten Zwischenstopp erläuterte Forstminister Peter Hauk die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald und stellte Möglichkeiten zum Waldumbau vor. Hauk bezifferte die Kosten hierfür auf Milliarden, die von den Waldbesitzer im Land in den nächsten 30 Jahren zukommen. Dies müsse jedoch auch die Gesellschaft mittragen, das alle „Wald wollen und keine Savanne,“ so Hauk.
 
Beim Halt in Krumbach durften die Radler erfahren, wie sinnvoll Mittel des Entwicklungsprogrammes ländlicher Raum (ELR) verwendet werden. Das ehemalige Schulhaus des Orts wurde zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. „Das Schulhaus in Krumbach ist ein Paradebeispiel in Sachen Zusammenhalt und ein Stärkebeweis des Ländlichen Raum. Hier werden Veranstaltungen abgehalten, hier lacht man zusammen hier kommt Leben ins Dorf“, lobt der Minister.
 
In Robern stellten Ortsvorsteher Uwe Kohl und Gemeinderat Gerhard Schumacher aktuelle Maßnahmen der Gemeinde Fahrenbach vor. In einem kleinen Baugebiet wurde im Zuge der Weiterentwicklung ein landwirtschaftliches Wohnhaus abgerissen, während die Scheue erhalten wurde. Diese wird zu einer Gemeinde-Scheune ausgebaut werden und der Helfer-vor-Ort-Gruppe des DRK und dem historischen Archiv des Heimatvereins Räumlichkeiten bieten. Außerdem soll eine Begegnungsstätte des Ortes entstehen.
 
Bezüglich moderner Mobilität auf dem Land erläuterte Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger den notwendigen Ausbau des Radwegs von Mudau nach Eberbach. Außerdem stellte er die erfolgreiche Flurneuordnung vor. So sei auf einer ehemaligen Landesfläche ein neuer Supermarkt angesiedelt worden und auf der früheren Sägewerkfläche im Zentrum ein Haus für betreutes Wohnen und ein Seniorenheim entstanden.
 
Der Besuch des landwirtschaftlichen Anwesens von Peter Haas in Scheidental wurde spontan in den Ablauf aufgenommen. Der Land- und Energiewirt betreibt auf seinem Hof seit Mitte Mai 2019 eine Biogasanlage. Anfallende Gülle wird in der Anlage zu Energie veredelt.
 
Für die Beteiligten war der Nachmittag ein bunter Strauß aus Politik, Kommune, Unterhaltung und Naherholung. Ihren Ausklang fand die Radtour im Restaurant des Mudauer Golf-Clubs.

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