Arbeitslosenquote steigt auf 5,1 Prozent

28.01.10

Odenwald-Tauber. (aat) Im Bezirk der Tauberbischofsheimer Arbeitsagentur ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2010 um genau 1.000 auf jetzt 7.600 gestiegen. Die Arbeitslosenquote hat sich im Vergleich zum Dezember um 0,7 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent erhöht. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,9 Prozent.

„Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist üblich. Dies liegt zum einen daran, dass Betriebe mit Beschäftigten im Außenbereich aufgrund der Witterungsverhältnisse Mitarbeiter entlassen und zum anderen, dass gerade zum Jahresende befristete Arbeitsverträge auslaufen“, erklärt Stefan Beil, Leiter der Arbeitsagentur Tauberbischofsheim.

„Wie im Janua
r 2009 sind die Zahlen im Vergleich zum Dezember auch heuer vergleichsweise kräftig angestiegen. Im Gegensatz zum Vorjahr lassen sich aktuell aber erste Auswirkungen der Krise auf den regionalen Arbeitsmarkt über den saisonalen Effekt hinaus aufzeigen. Der Anteil der Zugänge hat im Bereich des Arbeitslosengeld II (Sozialgesetzbuch II (SGB II)) deutlich zugenommen, die Zugangszahlen in der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III (SGB III)) fielen hingegen etwas geringer als im Vorjahr aus. Somit resultiert der deutliche Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn weniger daraus, dass sich überproportional viele Personen neu arbeitslos melden mussten, sondern mehr aus der geringeren Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes für diejenigen, die sich bereits einige Zeit in der Arbeitslosigkeit befinden“, so Beil.

In Baden-Württemberg liegt die durchschnittliche Quote bei 5,6 Prozent (Vormonat 5,1 Prozent).  Die Arbeitslosenquote ist in allen Arbeitsagenturen in Baden- Württemberg gestiegen. Im Vergleich zu den anderen 23 Agenturen in Baden- Württemberg hat Tauberbischofsheim mit einer Quote von 5,1 Prozent wiederum einen Platz im vorderen Drittel.

Im Main-Tauber-Kreis stieg die Arbeitslosenquote um 0,7 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent. Zum Stichtag waren 3.405 Menschen arbeitslos gemeldet, 559 Menschen mehr als im Dezember. Diese verteilten sich auf die drei Geschäftsstellenbezirke im Main-Tauber-Kreis wie folgt: Hauptagentur Tauberbischofsheim 1.258 Arbeitslose (Quote: 4,2), Geschäftsstelle Bad Mergentheim 1.112 Arbeitslose (Quote: 4,7) und Geschäftsstelle Wertheim 1.035 Arbeitslose (Quote: 5,8).

Im Neckar-Odenwald-Kreis stieg die Arbeitslosenquote um 0,6 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent, 4.195 Arbeitslose waren zum Stichtag im Januar registriert. In der Geschäftsstelle Mosbach waren bei einer Quote von 5,3 Prozent (Plus von 0,4 Prozentpunkten zum Vormonat) 2.230 Menschen arbeitslos gemeldet, in Buchen bei einer Quote von 5,6 Prozent 1.965 Arbeitslose.

Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 2.351 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet, 1.361 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. 345 ungeförderte Stellenangebote, das sind Stellen ohne staatliche Förderung, wurden den Mitarbeitern des Arbeitsgeberservices neu gemeldet. Dies waren 150 Stellenangebote weniger als im Dezember, doch zwei mehr als im Januar 2009. 436 Angebote konnten abgeschlossen werden, dies sind 81 weniger als im Vormonat, doch 14 mehr als im Januar 2009.

Die Zahl der zu besetzenden Arbeitsstellen insgesamt ist im Vergleich zum Dezember 2009 gefallen: Der Bestand an ungeförderten offenen Stellen lag im Januar bei 1.045 (im Dezember 1.129), davon entfielen auf den Main-Tauber-Kreis 709 und auf den Neckar-Odenwald-Kreis 336 Stellen.

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1 Kommentar

  1. Über massive Verschuldung haben die Staaten die Krise gemildert. Steuergeschenke auf Pump haben nur kurz einen Effekt am Arbeitsmarkt, langfristig werden aber die Zinszahlungen stärker Schaden, als das kurze Strohfeuer genutzt hat. Schon 2010 zahlen wir in Deutschland allein für Zinsen über 40 Milliarden Euro im Jahr.

    Richtig wäre endlich die Ursachen der Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise anzugehen, als immer nur die Auswirkungen mit neuen Schulden zu mildern.

    Wenn wir die Arbeitslosigkeit endgültig besiegen, haben wir in Deutschland ca. 150 Milliarden Euro pro Jahr, die wir für massive Steuersenkungen mit gleichzeitigem Schuldenabbau nutzen können.

    Das dies wirklich möglich ist erkennen wir daran das es uns eigentlich immer besser gehen müsste, da wir immer effizienter produzieren können. Leider ist jedoch das Gegenteil der Fall.

    Doch wir können es ändern wenn wir die Ursache angehen !

    http://www.arbeitslosigkeit-besiegen.de

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