Das ehemalige Kloster Szombathely. (Foto: Harald Rudoletzky)
Reisegruppe aus dem Neckar-Odenwald-Kreis besuchte Partner
Von Harald Rudoletzky
Komitat Vas. Eine Reisegruppe aus dem gesamten Neckar-Odenwald-Kreis unternahm kürzlich eine Bildungs- und Informationsreise in das westungarische Komitat Vas, mit dem der Neckar-Odenwald-Kreis seit 1997 eine sehr lebendige Kreispartnerschaft pflegt.
Nach stundenlanger Nachtfahrt wurde zur Begrüßung zunächst in den Weinbergen von Boszok schmackhafte Hausmannskost serviert. Die Gruppe unter der Reiseleitung von Landrat Dr. Achim Brötel checkte anschließend in einem Hotel in Bad Bük ein und konnte wohltuende, erholsame Stunden in der großzügigen Badelandschaft genießen.
Gut gelaunt fuhr die Gruppe am nächsten Morgen nach Szentgotthárd, der Partnerstadt von Walldürn, und wurde dort von Bürgermeister Gábor Huszár herzlich empfangen, der anschließend beim Stadtrundgang und mit Führungen in Theater, Tempel und Zeitreise-Museum bestens informierte, um die Gäste anschließend auch im historischen Rathaus zu empfangen.
In der Komitatshauptstadt Szombathely folgte nachmittags eine weitere, sehr informative Stadtführung unter anderem im Dom. Zeit zur freien Verfügung für einen Stadtbummel war gegeben, bevor der Bus nach Mesteri am Fuße des Sagbergs weiterfuhr. Dort fand im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens eine Begegnung mit dem Vizepräsidenten des Komitats Vas, Ferenc Marton, statt, der die Gruppe aus dem Neckar-Odenwald-Kreis auf Deutsch willkommen hieß.
Am nächsten Tag ging es nach Köszeg, einer sehr schmucken Kleinstadt. Die Reisegruppe wurde von Bürgermeister Béla Bashty herzlich begrüßt und mit vielen Informationen beim Stadtbummel begleitet. Köszeg pflegt eine Städtepartnerschaft mit Vaihingen an der Enz.
Die Weiterfahrt ging nach Cák in das Weingut Kornél Stefanich zur Weinprobe, die der Chef des Hauses selbst vorstellte und kredenzte. Zum Ausklang gab es dann in Szombathely in einem typischen ungarischen Lokal noch einmal ein gemeinsames Abendessen mit musikalischer Begleitung.
Ganz gespannt erwartete die Gruppe die zuvor angekündigte Überraschung: Ein hervorragend gegrilltes Spanferkel wurde in den Speisesaal gebracht, fachmännisch zerlegt, portioniert und mit vielen dazu passenden Beilagen serviert. Erst zu vorgerückter Stunde folgte die Rückfahrt nach Bad Bük in das Hotel, wo der Abend bei lockerer Unterhaltung noch etwas verlängert wurde. Mit reichlich Impressionen und Informationen im Gepäck wurde schließlich die Heimfahrt angetreten.
Für die gesamte Planung, Organisation und Führung vor Ort gebührt Landrat Brötel ein besonderer Dank. Brötel bedankte sich wiederum bei den rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der erstmals als offene Informationsreise durchgeführten Fahrt für die große Bereitschaft, Land und Leute kennenzulernen.
„Eine Partnerschaft kann nur durch gegenseitigen Besuch und kulturellen Austausch funktionieren. Deshalb kann ich nur jeden ermutigen, auch gern einmal auf eigene Faust unseren Partnerlandkreis zu erkunden“, betonte der Landrat.
