(Fotos: Thomas Kottal/pm)
Das Lumpenglöckle soll bis zur Entscheidung täglich mahnen
Mosbach. (pm) Am 20. Mai entscheidet der Kreistag in seiner Sitzung über die Zukunft der Neckar-Odenwald-Kliniken. Im Raum steht die Herabstufung des Krankenhauses Mosbach und Ausbau des Standortes Buchen. Auch, wenn Stimmen meinen, es sei bereits alles beschlossene Sache, ist es weiterhin wichtig, eine offene Diskussion zu führen. Die Entscheidungsträger und alle Menschen im Neckar-Odenwald-Kreis sollen mit einem hörbaren Zeichen daran erinnert werden, dass der Weg noch nicht fest zementiert ist.
„Es geht wirklich um viel“ betont Oberbürgermeister Julian Stipp. „Selten stand eine Entscheidung von solch großer Tragweite im Landkreis an. Eine Entscheidung, die uns persönlich, unsere Familien und auch folgende Generationen in einem unserer fundamentalsten Bedürfnisse – unserer Gesundheit und der medizinischen Versorgung – treffen wird“.
Ein vollwertiger Klinikstandort in Mosbach ist für die wohnortnahe Versorgung entscheidend. Das Mosbacher Krankenhaus ist neben dem rein medizinischen Aspekt aber noch viel mehr: ein wichtiger Standortfaktor für Mosbach und Umgebung, ein wichtiger Arbeitgeber, wichtig auch für verbundene Ärzte, Firmen und Institutionen sowie Kooperationspartner. Erschwerend kommt hinzu, dass das ÖPNV-Angebot in Richtung Buchen wenig geeignet für Hilfesuchende wie auch für Angehörige ist.
Noch ist zu vieles ungeklärt, etwa die Frage, wie genau der für Mosbach geplante „Sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung“ ausgestaltet sein wird und welche Leistungen dann noch vorgehalten werden und welche nicht. Vor allem aber auch, wie sich der angedachte Ausbau in Buchen und die Verkleinerung des Krankenhauses Mosbach finanziell auf die Kreisfinanzen auswirken wird.
„Das Krankenhaus gehört wie das Lumpenglöckle zu Mosbach“ ist sich Stipp mit seinen Mitstreitenden sicher. „Deshalb wird bis zur Entscheidung des Kreistags am 20. Mai täglich um „5 vor 12“ das Lumpenglöckle im Mosbacher Rathaus läuten“.





