Amtsinspektorin Annemarie Neufert aus JVA verabschiedet – Schulsekretärin mit pädagogischem Geschick
Anstaltsleiter Goderbauer dankte zum Abschied und wünschte Annemarie Neufert besonders die nötige Gesundheit, um den verdienten Ruhestand genießen zu können. (Foto: Brauch-Dylla)
Adelsheim. (bd) Im Jugendgefängnis zu landen hatte die junge Annemarie Kritter sicher nicht erwartet, als sie 1965 als Regierungsassistentenanwärterin in den Dienst der Landratsamtes des damaligen Kreises Sinsheim eintrat. Doch zum Jahresbeginn 1977 folgte sie Ihrem im allgemeinen Vollzugsdienst tätigen Mann Jürgen Neufert in die Bauländer Vollzugsfamilie. Mit Mann und Kindern war sie 1974 nach Adelsheim gekommen und stieg nach der Familienpause zunächst in die Schreib-Kanzlei des Jugendgefängnisses ein. Doch schon drei Jahre später machte man sich ihre besondere Erfahrung und Kompetenz zu eigen, die sie von 1969 bis 1974 als Schulsekretärin in ihrer Heimatstadt Neckarbischofsheim erworben hatte. Ab 1980 baute sie das Schulsekretariat in der JVA auf und leitete dies über ein Viertel Jahrhundert. So wurde sie wesentlicher Erfolgsfaktor für den großen Schulerfolg im baden – württembergischen Jugendgefängnis, wo bis heute nahezu 2.500 Insassen Haupt- und Realschulabschlüsse abgelegt haben. Doch nicht nur mit glänzender Organisation hielt sie Rektor und Kollegium den Rücken frei, ihr großes pädagogisches Geschick zeigte sie auch bei der Leitung der Bücherei der JVA, die ihr übertragen worden war.
Ihre durchgängig überdurchschnittlichen Leistungen führten 2004 zur Ernennung zur Amtsinspektorin, womit sie das Spitzenamt ihrer Laufbahn erreicht hatte. Im August 2007 überreichte ihr Gefängnisdirektor Dr. Joachim Walter die Dankesurkunde des Ministerpräsidenten für 40 Jahre treu geleistete Dienste im öffentlichen Dienst
An all dies erinnerten Anstaltsleiter Rainer Goderbauer und Rektor Udo Helbig bei ihrer Verabschiedungsfeier, deren großer Besuch die Beliebtheit Neuferts demonstrierte. Die hatte auch damit zu tun, dass die angehende Ruheständlerin als langjährige Kassenführerin des Bezirksvereins für soziale Rechtspflege mit großer Umsicht und Engagement zur Ermöglichung wichtiger Vollzugsprojekte entscheidend beitragen konnte. Dafür dankte Klaus Brauch-Dylla namens des gesamten Vorstandes mit einem Blumenstrauß.