MdL Peter Hauk im Gespräch mit Bürgern

Neckar-Odenwald-Kreis. Eine Bandbreite an Themen kam bei der Bürgersprechstunde des Neckar-Odenwälder Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk, zur Sprache.

Eine Bürgerin machte sich beispielsweise Sorgen wegen steigender Strompreise und bat darum, darauf hinzuwirken, den Preisen Einhalt zu gebieten. „Nur noch der Ausbau regenerativer Energien macht ohne Speicher keinen Sinn, deshalb muss die Einspeisevergütung langsam abgesenkt werden – bis hin auf null, damit auch die alternativen Energien in den Wettbewerb eintreten können“, erklärte Hauk.

Geplante Windkraftanlagen in Billigheim und Neudenau stießen auf große Bedenken eines Bürgers. Bis zu acht Anlagen sollen dort in einem Windpark entstehen und könnten, so die Sorge, die Lebensqualität durch Geräuschentwicklung und Schattenschlag deutlich beeinträchtigen. „Die alten Abstandsgrenzen von 700 Metern im Außenbereich und 500 Metern zu Gehöften stammen noch aus Zeiten, in denen die Nabenhöhe 70 bis 80 Meter betrug. Heute sind dies jedoch Anlagen mit einer Nabenhöhe von 120 Metern“, erläuterte Hauk. Dies sei jedoch der Mindestabstand, der eingehalten werden müsse.




Windkraft ja, aber wirklich auch da, wo es Sinn mache und keine großen Beeinträchtigungen für Mensch und Tier zu verzeichnen seien, lautet Hauks Credo. Denn auch Baden-Württemberg müsse seinen Teil zum Ausbau der Windkraft beitragen. Die hehren Ziele, die sich Grün-Rot gesetzt habe, seien jedoch nur Luftnummern. Die Anzahl der unter Grün-Rot errichteten Windkrafträder sei im einstelligen Bereich und die Bilanz damit vernichtend. Dies mache auch die jüngste Einlassung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Schmiedel deutlich, der den Landratsämtern eine Blockadehaltung vorwarf.

Auch die Zukunft der Realschulen kam zur Sprache. Eine Mutter, deren Kind eine Realschule besucht, schilderte ihre Sorgen. Ob das Kind auch noch die mittlere Reife ablegen könne, wenn es in vier Jahren in die zehnte Klasse komme. Hauk konnte beruhigen, jedoch seien die Realschulen deutlich benachteiligt. Obwohl sie durch den Wegfall der Grundschulempfehlung eine deutlich heterogenere Schülerschaft besitze, werde sie damit alleingelassen, diese neuen Herausforderungen zu meistern. „Die Landesregierung hat leider nur noch Augen für die Gemeinschaftsschule und drängt die bestehenden Schulen durch deutlich bessere Mittelausstattungen förmlich zur Umwandlung, obwohl die Realschulen seit Jahrzehnten eine verlässliche und hervorragende Arbeit machen.“

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