Nachwuchsnarren prunkten in Mudau

Kuekengarde

(Foto: Liane Merkle)

 Mudau. (lm) Die Mudauer Odenwaldhalle hatte zur 19. Jugendverbandssitzung des Narrenrings, Main-Neckar ihr Fassungsvermögen voll ausgeschöpft.

In seiner kurzen Begrüßung dankte Ludwig „Ronny“ Rohnalter vor allem den rührigen Gastgebern der KaGeMuWa mit Ralf Lorenz und Helmut Korger an der Spitze, sowie allen, die vor, hinter und auf der Bühne für ein Gelingen der Mammutveranstaltung gesorgt hatten. In weiteres Dankeschön ging an Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger als Hausherrn sowie an Ortsvorsteher Klaus Erich Schork. „Der Mudauer Name Lorenz bürgt in Fastnachtskreisen für Qualität“ betonte Rohnalter und lobte abschließend den frisch gebackenen Jugendpräsidenten des Narrenrings, Kai Lorenz, der sein Debüt mit der gelungenen Moderation von 30 Programmpunkten mit 388 Aktiven gab und den guten Familienruf in 3. Generation bestätigte.

Ebenfalls in 3. Generation war mit Michelle die Mudauer Fastnachterfamilie Korger vertreten, die mit ihrer vollen und klaren Stimme und dem Lied „die Sonne scheint bei Tag und Nacht, in Muudi is Faschnacht“ dafür Sorge trug, dass diese Verbandsjugendsitzung nicht mit der Zweitausgabe des Gardetanz-Turniers verwechselt werden konnte. Ansonsten bestritten zehn Gardetänze, elf Schautänze und sechs Tanzmariechen das dreieinhalb-Stunden-Programm, das schwungvoll von den 15 Mädels der Mudauer Prinzengarde, trainiert von Alina Bianco und Jasmin Mechler, eröffnet wurde und von Präsident Kai als „echt lecker“ angekündigt war.

Fotoserie zum Artikel – (Fotos: Liane Merkle)

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Doch zunächst stellte sich dieser vor als „Nachfolger von Wassersucher Nobby, des is net schlecht, do hosch bei de Mädels glei a guude Lobby“. Und am weiblichen Geschlecht mangelte es an diesem Nachmittag sicher nicht. Mit schnittigen Gardetänzen glänzten zum Beispiel die Juniorengarde der Hausemer Windbeutel (Trainerin Jessica Theis), die Jugendgarde aus Krautheim (Carmen Schweitzer, Christel Mittermeier, Ramona Brand), die Juniorengarde der Limbacher „Wulle Wack“ (Sabrina Blaschzok), die Kindergarde der FG „Fideler Aff“ Walldürn (Katja Goldener, Claudia Rabel), die Jugendgarde der Amorbacher „Jolle“ (Maike Zumpe), die Juniorengarde der „Hettemer Fregger“ (Celine Henk, Nadine Wiese, Jennifer Hack), die Juniorengarde der „Bischemer Kröte“ (Jenny Noe, Selina Reichel) sowie die Jugendgarde der „Heeschter Berkediebe“.

Wobei die Krautheimer bewiesen, dass Qualität nicht abhängig ist von Quantität, nicht umsonst sind sie amtierende Narrenringmeister ihrer Kategorie. Besonderen Anklang fanden die beiden fünfjährigen Tanzmariechen Lynn Hartmann von der FG Walldürn (trainiert von Lena Schneider und Nicolina Cabraja) sowie Luisa Waldecker von der NG Lauda (trainiert von Esther Schulz), bei denen Begabung und kindlich-kesse Ausstrahlung eine steile Karriere im Tanzsport vermuten lassen, auf die Jugend-Narrenringmeisterin Nina Pfundt (NG Lauda, Esther Schulz) bereits stolz sein kann. Ebenso charmant und mit vielen akrobatischen Einlagen präsentierten sich deren Kolleginnen Esther Stumpf (CC Kirchzell, Trainerin Bettina Stumpf) als Drittplatzierte bei den NR-Meisterschaften soie Janina Gramlich (Limbach, Kerstin Kreis) und der Wirbelwind Evelin Reitenbach (NG Lauda, Esther Schulz).




Bei den Schautänzen bewiesen die Trainerinnen wieder einmal nahezu unerschöpfliche Kreativität in den Choreografien und den Kostümen. Die Glashofener Kükengarde (Susi Link, Sylvia Neuberger) eröffnete diese Kategorie fetzig mit Rock’n Roll, gar nicht launisch wie das Wetter perlten die quirlig-niedlichen „Regentröpfchen“ der Kindergarde Waldstetten (Sabrina Hock, Christina Farrenkopf, Kathrin Sauer) und als „Kinder dieser Welt“ zeigte die Kindergarde Amorbach (Daniela Schenk) Ausschnitte der vielfältigen Tänze dieser Welt. Die Lebensgeschichte von „Tarzan – Held des Dschungels“ demonstrierte tänzerisch die Kinderschautanzgruppe Hardheim (Beate Jodlowski, Lisa Seeber) und den Ablauf der „Vier Jahreszeiten“ die Kindergarde Tauberbischofsheim (Gabi Nacke-Eckert, Michelle Lea Schlund, Nathalie Eckert). „Drei Chinesen mit dem Contrabass“ erkannte man unter den 20 niedlichen „Dürmer Äffli“ aus dem Land der aufgehenden Sonne bzw. Walldürn (Michelle Fauser, Michaela Schustek, Claudia Rabel) und unter dem Titel „Just Dance“ waren „Maxis Götzianer Heddebör“ aus Hettigenbeuern ( Laura Meixner, Christian Berberich) sehr flott in Partylaune unterwegs.

„Fangfrisch auf den Tisch“ kamen 25 Fische und Krebse bei zwei Köchen der Jugendschautanzgruppe des TSC Walldürn (Sandy Menschner, Sabine Geiger, Marina Maler), die sich perfekt in Gestik, Mimik und Bewegung temperamentvoll zum Narrenringmeister hochgetanzt hatten. Ziemlich „COOL“ agierten ihrem Ruf entsprechend die Cowgirls der Königheimer Brembachhüpfer (Silke Egles, Tonja Waltert), während sich die süßen Leckereien der Juniorenschautanzgruppe Osterburken „zum Fressen gern“ hatten und dafür vom Publikum geliebt wurden.

Und dann wurde es schon vor dem großen Finale ganz schön eng auf der Bühne, denn unglaubliche 37 Flöhe der Strumpfkäppli NG Lauda (Esther Schulz, Lilli Reitenbach, Corinna Henn) bewiesen zu 100 Prozent, warum sie mit ihrem Flohzirkus zum Narrenringmeister gekürt worden waren. Sie setzten einen wirklich glänzenden Schlusspunkt unter den kurzweiligen Nachmittag.


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