55 Nummern beim Odenwälder Rosenmontagszug

0303 2 017

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) „Denn wenn des Lumpeglöckle ruft, dann sen mer all gleij do, un mir toube wild durch’s Oart und rufe all Hajo!“ … und daran kann auch ein wenig Regen nichts ändern. Der wirklich große Odenwälder Rosenmontagsumzug schlängelte sich durch eine unglaubliche Narrenschar von zig Tausenden – überwiegend kostümierte und bestens gelaunte Menschen – in den Strassen und Gassen von Mudau.

Es war ein mehr als beeindruckendes Gaudiwurmgebilde, dass die vielen Aktiven aus Nah und fern das kreiert hatten. Eingerahmt in die Mudauer „Profis in Sachen Narretei“ tanzten sich 55 Zugnummern mit jeder Menge Frohsinn und Gaudi-Stops Richtung Odenwaldhalle, wo die Prämierung der besten Wagen, Klein- und Großgruppen stattfand.




Die Zugspitze wurde von Spitzdudden-Tanz- und Großgruppen samt Musik, kleine Prinzengarde mit dem Junior-Wassersucher Kai Lorenz und Elferrat, Tanzmariechen und Minigarde sowie dem kleinen Prinzenpaar Yara I. Mechler und Kevin I. Throm gebildet, als „Lupmensammler“ waren dann die „Großen“ der KaGeMuWa unter musikalischer Begleitung durch die Musik der Limbacher Wulle Wack, also Prinzen- und Wassersuchergarde, Wassersucher Noby Münch, Prinzessin Martina I. und Prinz Klaus IV. (Fertig), Wassersucherrat und Feuerwehr eingesetzt.

Und dazwischen gab es fast nichts, was es nicht gab. Natürlich die Ortsteil-Großgruppen Dumbocher Turmspatzen mit Siebenerrat, Langenelzer Elzhepfer, Schernemer Eckenarre, Reischebocher Turmwächter, Schlossemer Bajasse mit Musik und Steebocher Weckgrupper als niedliche Micky Mouses. Weitere Großgruppen waren dabei aus mit den Überzwerch aus Laudeberch, den Asterix-Figuren der Mudauer Etpgegarter, dem Tennisclub Mudau unter dem Motto „Wir pfeifen aus dem letzten Loch und den Amorbacher Jolle mit Elferrat.

Die Wagen-Motti zeigten Ortsgeschehen ebenso wie große Politik. Aus Balsbach war der Balchingham Palace dabei, die Rowener Sandglipfel zeigten Örtliches, aus Trienz konnte man die Schorlemafia begrüßen und der Reichenbuchener Jugendraum meinte „Blau ist das Leben schöner. Die Fastnachsfreunde Eberbach zeigten die Pracht von Bischof Tebartz, und die Schlepperfreunde Aglasterhausen stellten ganz richtig fest „Wer Sahne will muss Kühe melken“. Die Schoppebube Schneeberg kamen als Cowboys aus dem Odenwald, die Hesselbacher brachten den Dschungel nach Mudau und die Eberbacher Karnevalfreunde Haidebow die Schotten. Das Mudauer Faschingsteam Bianco feierte eine Aprés-Skiparty, der Stammtisch Grund eine Schlagerparty und die Beuchener zeigten ihr  Winter-Wunderland. Flott präsentierten sich die Elwetritsche Jäger aus Dielbach mit dem Formel Bobby Car und die Wagenschwender Zipfel gaben zu, einfach unverbesserlich zu sein.

Fotoserie zum Bericht – (Fotos: Liane Merkle)

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Als Wikinger kamen die Wilden aus dem Ittertal. Und immer wieder lockerten bezaubernde und humorvolle Kleingruppen die Massen auf. So präsentierten die Walldürner „Kurz vor Knapp“ jenseits von Afrika, aus Mudau hatten sie die Spongebob-Freunde einen Schwammkopf, Haibt & Lieb die „Lauschbube“ und die Grazy Farm ihre Bewohner einfallen lassen. Die Fastnachtfreunde Balsbach kamen als Krümelmonster und aus dem Hessischen Steinbach marschierte die Garde mit. Weitere bezaubernde Kleingruppen aus Mudau waren „Von Lotusblume bis Geisha“ die Chessy Truppe, „Arche Noah 2“ mit Nina und Schoppa, „Zwee aaldi Schachteln“ mit Yvonne und Christine, „Hello Kitty“ mit Carina und Natalie sowie Habedank und Freunde mit „Machu-Picchu“.

Die Jury, die die Gruppen zu bewerten hatte, war bei diesem Aufgebot ganz schön gefordert. Dennoch gab es eben immer nur jeweils einen Sieger bei Wagen, Klein- und Großgruppen. 

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