»Kinder sind keine Soldaten!«

(Foto: pm)

Red Hand Day 2020 – Welttag gegen den Einsatz von Kindersoldatinnen und -soldaten

Mosbach.  (pm)  Kinder haben ein Recht auf eine unbeschwerte Kindheit. Dennoch werden heute weltweit nach Schätzungen der Vereinten Nationen bis zu 300.000 Kinder weltweit als Kämpfer in bewaffneten Konflikten missbraucht und schwer traumatisiert. In 16 Staaten der Welt werden Kinder und Jugendliche gezwungen, Kriegsdienst in staatlichen Armeen, Rebellengruppen, Milizen oder paramilitärischen Verbänden zu leisten. Am Red Hand Day, dem Welttag gegen den Einsatz von Kindersoldaten am 12. Februar, zeigt die Welt die Rote Hand als Aufforderung an Verantwortliche in allen Ländern: Dieses Verbrechen an der nächsten Generation muss aufhören!

Seit diesem Tag im Jahr 2002 ist der Einsatz von Kindern und Jugendlichen als Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Kinderrechtskonvention der Vereinen Nationen verboten. Die Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren ist damit ein Kriegsverbrechen. Verantwortlichen drohen Verurteilungen durch den Internationalen Gerichtshof. Im Alltag recht diese Drohung aber vielerorts nicht aus, die Schuldigen abzuschrecken. Es gibt noch viel zu tun.

Als Mitglied der Kinderkommission des Deutschen Bundestages unterstützt MdB Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis 90/Grüne) den „Red Hand Day“, den Organisationen wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen(UNICEF), Amnesty International, Terre des Hommes oder die Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung initiiert haben, um einen engagierteren Einsatz für die Rechte und den Schutz von Kindern einzufordern. „Gemeinsam mit Laila zeige ich meine Rote Hand als Zeichen dafür, dass kein Kind unter 18 Jahren zu militärischen Zwecken missbraucht wird, die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, und ehemalige Kindersoldatinnen und -soldaten geschützt werden und politisches Asyl erhalten“, teilt die Abgeordnete mit.

Die finanzielle Unterstützung von Hilfsprogrammen müsse ausgebaut und für einen Stopp von Waffenexporten gesorgt werden, betont Schneidewind-Hartnagel. Damit die folgenden Generationen in Frieden leben können, sollte man bei den Kleinsten anfangen und eine Erziehung fördern, die auf eine friedliche Lösung von Konflikten ausgerichtet ist.

„Jede Rote Hand zählt. Ich freue mich auf viele Menschen, die sich in den Sozialen Netzwerken, an Schulen oder in Kindergärten an der Aktion beteiligen. Wer das hier vor Ort im Wahlkreis Odenwald-Tauber tun möchte, kann ihre oder seine Rote Hand gern in meinen Regionalbüros in Mosbach und Bad Mergentheim abgeben“, bitte die Bundespolitikerin um Unterstützung.

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