Neckartal-Städte müssen Äskulapnatter schützen

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Straßen werden regelmäßig von Reptilien genutzt, um sich aufzuwärmen. Dies wird ihnen oft zum Verhängnis. (Foto: Sabrina Ausserwöger)

Eberbach/Hirschhorn. (pm) Heute wurde die neue Rote Liste der Reptilien Deutschlands der Öffentlichkeit präsentiert. Sie gibt Auskunft über die Gefährdungssituation der wild vorkommenden Echsen, Schlangen sowie einer Schildkrötenart.

Die beiden Städte Eberbach und Hirschhorn werden namentlich in der Roten Liste erwähnt, denn sie sind Heimat der in Deutschland sehr seltenen und stark gefährdeten Äskulapnatter.

Diese ungiftige und ungefährliche Schlangenart hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in Südeuropa und Kleinasien. Das geschlossene Verbreitungsgebiet endet in Deutschland im südlichsten Bayern.

Nördlich davon gibt es lediglich zwei kleine, voneinander insolierte Vorkommen: Die Population um Eberbach und Hirschhorn bildet eines dieser inselartigen Reliktvorkommen. Für den Fortbestand solcher hochgradig isolierten Vorposten ist Deutschland in besonderem Maße verantwortlich.

Durch das Anlegen naturnaher Gärten können sich die Bürger der Neckartal-Städte also aktiv am Schutz und der Erhaltung der größten einheimischen Schlangenart beteiligen. Besonders geeignet sind hierbei Kompost- und Schnittguthaufen, Trockensteinmauern, Steinhaufen sowie Heckenstrukturen. Außerdem sollte auf Schneckenkorn, Mäuse- und Rattengift sowie andere Biozide verzichtet werden.

Die neue Rote Liste der Reptilien kann kostenfrei im PDF-Format von der Website des Rote-Liste-Zentrums heruntergeladen werden. Eberbach und Hirschhorn werden auf Seite 46 erwähnt.

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