Mosbacher Besuchergruppe mit den Freunden und Gastgebern auf der Rathaustreppe (Foto: Mario Hackel)
von Wilfried Papa
Château-Thierry/Mosbach. Eigentlich wollte der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Château-Thierry, Wilfried Pape, nur den „neuen“ Bürgermeister der Partnerstadt, Sébastien Eugène endlich mal persönlich kennen lernen.
Dann kamen die Pandemie und verschiedene Wahlen diesem Wunsch in die Quere. Weshalb man in der letzten Komiteesitzung beschloss, eine Bürgerfahrt nach Château-Thierry zu veranstalten.
Die ehemalige Partnerschaftsbeauftragte Ursula Geier, inzwischen Komiteemitglied übernahm die Organisation und versicherte sich der örtlichen Mitarbeit der Vorsitzenden des Vereins „Association Château-Thierry/ Mosbach/ Pößneck“ Danièle Briet, da beide Damen schon jahrzehntelang eng befreundet sind.
Ein glückliches Händchen hatten die Organisatorinnen und der Komiteevorsitzende bei der Wahl des Reisezeitpunktes. Oberbürgermeister Julian Stipp hatte eine private Reise nach Frankreich geplant und konnte sich so an den ersten beiden Tagen der Busfahrt anschließen und die Delegation anführen.
Gleich nach der Ankunft in der Partnerstadt empfing Bürgermeister Sébastien Eugène die 40- köpfige Gruppe im historischen Rathaus von Château-Thierry bei einem traditionellen Begrüßungstrunk mit Champagner.
Ein kaltes Buffet im frisch renovierten Kulturzentrum „Palais des Rencontres“ schloss sich an. Groß war die Überraschung, als man dort auf Yves Pichard mit seiner Bigband traf.
Pichard ist in Mosbach wohl bekannt, ist er doch in jüngster Vergangenheit bereits zweimal in verschiedener Zusammensetzung des Orchesters in Mosbach aufgetreten. Ein grandioser Abend mit großartiger musikalischer Begleitung erfreute Besucher und Einheimische.
Am nächsten Tag galt es zunächst das ehemalige Krankenhaus und Nonnenkloster „Hôtel Dieu“ zu besichtigen, das mittlerweile mit seinen zahlreichen Schätzen zu einem bemerkenswerten Museum geworden ist.
Ein mehrgängiges Mittagessen im Restaurant „Le St. Jean“ schloss sich an. Nach der Besichtigung der protestantischen Kirche am Rathausplatz folgte ein Stadtrundgang. Das amerikanische Ehrenmahl oberhalb der Stadt war danach das Ziel einer kurzen Busfahrt. Der Gruppe bot sich ein malerischer Ausblick auf die Stadt Château-Thierry.
Am Tag der Rückreise stand noch die Besichtigung der Champagnerkellerei „Pannier“ auf dem Programm. Den Besuchern wurde ein umfassender Einblick in den Prozess der Herstellung des französischem Edelgetränkes gewährt, einschließlich eines Rundganges durch die kilometerlangen Höhlengänge in denen der Champagner reift.
Ein Tipp wurde den Mosbachern auch noch mitgegeben: Schaumweinflaschen öffnet man durch lösen des Drahtes, festhalten des Korkens mit dem Daumen und Drehung der Flasche, nicht des Korkens. Selbst erfahrene Besucher der Partnerstadt konnten also noch etwas dazulernen.
Diese Bürgerfahrt und Begegnung war für beide Seiten ein voller Erfolg und wurde begeistert angenommen.