„WEA Greiner Eck ist Kriegserklärung“ Bisher nicht bewertet.

Hirschhorn. (pm) Die Schutzgemeinschaft Odenwald bewertet die aktuelle  Genehmigung mit Sofortvollzug der Windenergieanlagen am Greiner Eck oberhalb von Hirschhorn  durch das Regierungspräsidium Darmstadt mit deutlicher Ablehnung. „Wir sehen darin eine Kriegserklärung an die Landschaft des Odenwaldes sowie an die hier lebenden Tiere und Menschen“, so Johannes Drerup, der neu gewählte stellvertretende Vorsitzende der Schutzgemeinschaft.

Offenbar wolle man mit dem Sofortvollzug einer Klage der Bürgerinitiative mit aufschiebender Wirkung zuvorkommen und damit bereits mit der kurzfristigen Rodung des Areals Fakten schaffen. So seien die Vermessungspunkte für die Zuwegung mit einer 7 m breiten Trasse und die Bäume mit Nisthöhlen seit Tagen gekennzeichnet.

Da gegen die RP-Entscheidung Klage beim Verwaltungsgericht Darmstadt erhoben werden kann, hat eine private Klägerin mittlerweile Klage beim Verwaltungsgericht Darmstadt eingereicht. Mit einem Eilantrag soll nun ein vorläufiger Stopp der Rodungen und damit eine Verhinderung des Baus erreicht werden.

Dem FFH-Gebiet „Greiner Eck“ (Neckarsteinach) wurde auf Empfehlung der  Regierungs-präsidentin Lindscheid (Bündnis 90/die Grünen) am 11. Dezember vergangenen Jahres der Naturschutz-Status und damit die Ausschlussfläche für Windenergie aberkannt. Weil die Offenlage des Regionalplanes bereits erfolgte, das „Greiner Eck“ in dieser Offenlage nicht für Windkraft vorgesehen war, gab es verständlicherweise auch keine Einwendungen der Bürger dagegen. „Was wir jetzt erleben, ist die Änderung der Flächen in einem bereits laufenden Planungsverfahren – das ist ein unerhörter Vorgang“, stellt die Bürgerinitiative Greiner Eck fest. „Dieser Vorgang ist ein Paradebeispiel für die rücksichtslose Umsetzung sogenannten “grüner“ Politik in Hessen.“

Wie andernorts bereits geschehen, wird nun auch hier am Greiner Eck vorhandenes Recht gebeugt und werden Natur und Landschaft dauerhaft mit in unserer Region weder klimaschutzrelevanten noch wirtschaftlichen Windindustrieanlagen im Wald zerstört.  Den Betreibern geht es nur darum, die gesicherten Einspeisevergütungen für die kommenden 20 Jahre zu nutzen.

Ziel der Schutzgemeinschaft Odenwald als übergeordneter Zusammenschluss aller Bürgerinitiativen ist die Freihaltung des seit 2015 als UNESCO Global Geopark anerkannten Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald von weiterem Zubau von Windenergieanlagen.

Der UNESCO Global Geopark „Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald“ ist als vorbildliches Projekt mit internationaler Außenwirkung für Tourismus im Einklang mit Natur-, Arten und Landschaftsschutz sowie Denkmalschutz und Landwirtschaft zu entwickeln.

Um seiner weltweiten Bedeutung gerecht zu werden, wurde das gesamte Gebiet ausdrücklich als einer von nur sechs deutschen „UNESCO Global Geoparks“ prädikatisiert.

Hirschhorn Schloss WEA mehr kontrast und Schild V2

So soll das Greiner Eck mit Windenergieanlagen von der Besucherterrasse des Hirschhorner Schlosses aus gesehen werden. (Montage: BI Greiner Eck)

Infos im Internet:

www.rettet-den-odenwald.de

www.bi-greinereck.de

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8 Kommentare

  1. Wie unseriös die Angaben der Windkraftgegner sind, zeigt z.B. dieser Satz:

    „Um seiner weltweiten Bedeutung gerecht zu werden, wurde das gesamte Gebiet ausdrücklich als einer von nur sechs deutschen „UNESCO Global Geoparks“ prädikatisiert.“

    Hier geht es um den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Dieser umfasst 3500 qkm und erstreckt sich über BW, Hessen und Bayern. Auf diesem Gebiet befinden sich ganze Städte wie Heppenheim, Mosbach und Erbach samt ihrer Industriegebiete, Siedlungen, Strommasten, dem AKW Obrigheim usw. Jetzt kommen noch Windräder hinzu. Wo ist das Problem?

    Ist es nicht im Gegenteil konsequent, das sich erst recht auch die Naturparks selbst beteiligen an dem Erhalt der Flora und Fauna, die durch Klimawandel und auch durch die Verschmutzung durch Kohleenergie und Spritautoverkehr bedroht sind?

  2. „Recht gebeugt und werden Natur und Landschaft dauerhaft mit in unserer Region weder klimaschutzrelevanten noch wirtschaftlichen Windindustrieanlagen im Wald zerstört“

    Wow, 7 Fehler in diesem Abschnitt!

    Gebeugt? Falsch!
    Natur zerstört? Falsch!
    Landschaft zerstört? Falsch!
    Dauerhaft? Falsch!
    Nicht klimaschutzrelevant? Falsch!
    Nicht wirtschaftlich? Falsch!
    Windindustrieanlagen? Falsch!

  3. Guten Tag,
    als Rheinland-Pfälzer werden wir das unsrige tun und am 13. März diese unselige
    blassgrüne Partei aus der Verantwortung wählen. Hoffentlich wird Ihnen das beizeiten auch gelingen.
    Die Natur sei mit Ihnen.
    MfG Thomas Schröder

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