Personalkarussell im Ortschaftsrat

Strümpfelbrunn. Drei neue Gesichter hat seit gestern der Ortschaftsrat in Strümpfelbrunn. Zuvor war Ortschaftsrat Paul Scholl (CDU), der aufgrund seiner Tätigkeit als Betriebsleiter der Katzenbuckel-Therme keinem Kommunalparlament mehr angehören darf aus dem Gremium ausgeschieden. Laut Gemeindeordnung darf er das Amt als Ortsvorsteher weiterhin ausüben. Ortschaftsrätin Konstanze Schäfer (UBW) hatte nach der Geburt ihres zweiten Kindes aus familiären die Entlassung aus dem Ehrenamt beantragt. Beide waren bereits im Dezember aus dem Gemeinderat Waldbrunn ausgeschieden (wir berichteten). Darüber hinaus hatte auch Ortschaftsrat Norbert Bienek (SPD) aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt.

Nachdem die notwendigen Beschlüsse zum Ausscheiden gefasst waren, dankte Ortsvorsteher Paul Scholl den ehemaligen Ratsmitgliedern Schäfer und Bienek für ihr Engagement. Konstanze Schäfer gehörte dem Ortschaftsrat seit ihrer Wahl im Jahr 2009 an. Norbert Bienek wurde 1999 erstmals in die Vertretung des Ortsteils Strümpfelbrunn gewählt. Von 2004 bis 2009 übte er darüber hinaus das Amt des Ortsvorstehers aus. Ohne Komplikationen und stets loyal, so Scholl, war er ab 2009 erneut als Rat tätig.

Nachdem die Entlassungsurkunden ausgehändigt waren, stand die Neuverpflichtung der Nachrücker auf der Tagesordnung. Auf der Liste der CDU rückte Gudula Simon ins Gremium. Nachfolger auf der Liste der SPD ist Birgit Thompson. Nachrücker der UBW ist Daniel Lampe.
Es folgte die feierliche Vereidigung durch Ortsvorsteher Scholl, der die Gelegenheit nutzte, um den neuen Ortschafträten die konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle des Ortsteils anzubieten. In der Vergangenheit habe man dabei keine Parteipolitik betrieben, sondern stets gemeinsam an einem Strang gezogen. Nur gemeinsam ließe sich in Strümpfelbrunn etwas bewegen, stellte Scholl die Funktion des Ortschaftsrats dar.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Personenkarussell im Ortschaftsrat“ url=“//www.nokzeit.de/?p=9275″] Auch Bürgermeister Klaus Schölch dankte den ausgeschiedenen Ortschaftsräten für ihr Engagement. Die Tätigkeit als Kommunalpolitiker sei das schwierigste Ehrenamt, das zu vergeben sei. Man müsse auch unangenehme und unschöne Entscheidungen treffen, die es dann in der Bevölkerung zu vertreten und zu vermitteln gelte. Dies sei nicht immer einfach, hob Schölch hervor.
Den neuen Ratsmitgliedern gratulierte das Gemeindeoberhaupt zum neuen Amt. Außerdem bot er die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung an.

Nachdem die Personalien abgehandelt waren standen zwei Sachthemen auf der Tagesordnung. Dabei informierte Ortsvorsteher Scholl über den Stand im Zusammenhang mit einer Osterkrone, die in diesem Jahr erstmals den Dorfbrunnen vor der katholischen Kirche schmücken soll. Außerdem sei man dabei, die Tradition des Maibaumstellens neu zu beleben. Am vorgesehen Standort, ebenfalls bei der Pfarrkirche St. Maria, gebe es aber wegen diverser Kabel Probleme zu bewältigen, sodass man derzeit noch keine Entscheidung treffen könne.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurden Anregungen aus dem Gremium gesammelt, die man in künftigen Sitzungen behandeln wird.

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Bürgermeister Klaus Schölch (li.) und Ortsvorsteher Paul Scholl (re.) mit den ehemaligen Ortschaftsräte und deren Nachfolger. (Foto: Hofherr)

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