ELR wichtiger Motor für Arbeitsplätze

55 Millionen Euro für die Strukturverbesserung ländlicher Gemeinden, davon fließen knapp 2,5 Mio. Euro in den Neckar-Odenwald-Kreis

(Foto: privat)

Neckar-Odenwald-Kreis. „Über das ELR fließen dieses Jahr rund 55 Millionen Euro in die Strukturentwicklung des Ländlichen Raums. Davon gehen allein knapp 2,5 Millionen Euro in den Neckar-Odenwald-Kreis“, sagte der hiesige Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Peter Hauk MdL.

Das ELR sei mit seinen vier Förderschwerpunkten – Arbeiten, Grundversorgung, Gemeinschaftseinrichtungen und Wohnen – das zentrale Strukturförderprogramm für den Ländlichen Raum, dessen Zielsetzung es sei, die vielfältigen Stärken des ländlichen Raums weiterzuentwickeln und vorhandene Defizite zu beseitigen. Seit 1995 seien in diesem Programm über eine Milliarde Euro an Fördermitteln bereitgestellt und dadurch Investitionen von mehr als acht Milliarden Euro angeregt worden. Rund 30.000 neue Arbeitsplätze im Ländlichen Raum hätten dadurch geschaffen und unzählige weitere hätten dadurch gesichert werden können.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“ELR wichtiger Motor für Arbeitsplätze“ url=“//www.nokzeit.de/?p=9446″] „Die rund 2,5 Mio. Euro Fördermittel, die auf den Neckar-Odenwald-Kreis entfallen, fließen in zahlreiche kommunale, private und gewerbliche Projekte“, erläuterte Hauk die Situation vor Ort. Darunter befänden sich auch wichtige Maßnahmen, wie etwa die Neuordnung der Ortsmitte im Seckacher Ortsteil Zimmern, die mit 179.300 Euro bezuschusst werde, oder die Neugestaltung des Unterdorf-Platzes im Neckargeracher Ortsteil Guttenbach, die 90.720 Euro aus dem Fördertopf erhalte. Mit 173.720 Euro werde das Ortsentwicklungskonzept der Gemeinde Hüffenhardt unterstützt, das die Erneuerung des Wohnumfeldes Ringstrassenach vorsehe. Des Weiteren befänden sich zahlreiche private Altbausanierungen sowie gewerbliche Vorhaben im Kreis unter den einzelnen Förderposten. „Das spiegelt die seit letztem Jahr anziehende Konjunktur mit steigender Investitionsbereitschaft wider. Es ist erfreulich, dass es in unserem Land wirtschaftlich wieder merklich bergauf geht.

Das ELR konzentriere seit der Novellierung der ELR-Richtlinie im Jahr 2008 noch stärker als früher seine Mittel auf die Stärkung der Innenentwicklung von Ortschaften. „Wir schlagen dadurch zwei Fliegen mit einer Klappe: Wenn die Menschen das Leben in den Ortskernen wieder attraktiver finden, brauchen wir weniger Fläche für neue Baugebiete am Ortsrand. Dies erhöht die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und wirkt dem Landschaftsverbrauch entgegen“, erklärte Hauk.

Innovative und umweltorientierte Projekte würden sowohl mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg als mit Mitteln der Europäischen Kommission unterstützt. Diese Kofinanzierungsmittel stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Sie seien für die Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung vorgesehen.


Hintergrund:

Das ELR wurde 1995 ins Leben gerufen und unterstützt seitdem kommunale und private Investitionen im Ländlichen Raum. Die Anträge werden von den Gemeinden beim Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz eingereicht. Dabei sind die strukturelle Ausgangslage, die Ziele der kommunalen Entwicklung und die beabsichtigten Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele darzustellen. Nach einer Vorabstimmung mit Regierungspräsidien und Landratsämtern werden die Programmentscheidungen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel getroffen.

Infos im Internet:
www.mlr.baden-wuerttemberg.de

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