In alle Winde zerstreut und verbunden

von Liane Merkle

Mörschenhardt. Einst wurden die Jahrgänge 1940 bis 1944 acht Jahre lang als eine Klasse mit etwa 30 Schülerinnen und Schülern in der Mörschenhardter Dorfschule unterrichtet. Und das funktionierte ganz hervorragend, auch wenn sich das heutige Pädagogen kaum mehr vorstellen können.

Diese Ehemaligen sind heute überwiegend „in alle Winde zerstreut“ und doch fühlen sich einander so verbunden, dass sie auch mit 70 plus/minus weitere Anfahrten aus Mannheim oder sogar der Gegend von Kaiserlautern, Bayreuth oder Weil am Rhein nicht scheuen, wenn das Klassentreffen ruft.

So folgten auch am Wochenende 22 Schulkameraden der Einladung des Orga-Teams mit Gerhard, Otto und Ute Brenneis, Erika Hofmann sowie Rosemarie und Konrad Gramlich für zwei Tage in die alte Heimat.
Man traf sich am Samstagnachmittag in der alten Dorfschule, um dann zusammen das Freilandmuseum in Gottersdorf zu besuchen. Begeistert schwärmten die ehemaligen Schulkameraden von der tollen Führung mit den ebenso beeindruckenden wie kurzweiligen Chroniken vom Leben in den verschiedenen Häusern.

Beim anschließenden Abendessen im Gerolzahner Gasthaus „Zur Linde“ konnte man dann mit Blick auf diese Historie auch die eigene Geschichte Revue passieren lassen. Nicht selten war dabei das „Weißt Du noch?“ zu hören. Wobei diese muntere Truppe durchaus auch die Gegenwart zu genießen wusste.

Der gemeinsame Sonntag begann mit dem Gottesdienstbesuch in der Donebacher Kirche „St. Josef“, der Dank dem beeindruckenden Festgottesdienst mit Pfarrer Werner Bier allen unvergessen bleibt. Nach einem Rundgang durch Mörschenhardt, das im wahrsten Sinn des Wortes „im Umbruch begriffen“ ist gönnten sich die Schulkameraden im Preunschener „Schulhaus“ ihr Mittagessen.

Und wie man früher Respekt vor dem Lehrer hatte, so zollte man dem kulinarischen Genuss bei diesem Festausklang den gleichen.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: