Zensus-Arbeiten lange nicht beendet

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) Bei den meisten Bürgerinnen und Bürger ist der „Zensus“ schon fast wieder in Vergessenheit geraten. Im Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erhebungsstelle allerdings noch auf Hochtouren.

Von Mai bis Anfang August 2011 besuchten 191 Erhebungsbeauftragte im Neckar-Odenwald-Kreis rund 20.000 Personen und führten Befragungen durch. 95  Prozent der Fälle befinden sich bereits schon beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg, wo sie ausgewertet werden. Die restlichen 5 Prozent befinden sich noch in der Erhebungsstelle Mosbach. Sie werden noch auf Plausibiliät geprüft und ggf. nachkorrigiert. Mit dieser Quote liegt der Neckar-Odenwald-Kreis unter den Spitzenreitern im Land Baden-Württemberg. Fünf Erhebungsbeauftragte führen außerdem Wiederholungszählungen zur Qualitätsverbesserung durch. Von rund 100 Personen fehlt im Moment noch der Rücklauf. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Verweigerer oder schlichtweg um nicht angetroffene Haushalte. Wer sich offenkundig weigert, muss mit einem Buß- oder Zwangsgeld rechnen, denn die Erhebungsstelle hat die Pflicht, die Auskunftspflicht notfalls zwangsweise durchzusetzen.

Insgesamt ist der Zensus im Landkreis sehr unproblematisch verlaufen. Meistens wurden die Erhebungsbeauftragten sehr freundlich und verständnisvoll empfangen. Nur selten kam es zu Diskussionen um Sinn und Zweck der Befragung oder um Vergeudung von Steuergeldern. Dennoch rechnen die Verantwortlichen damit, dass die Schlussübermittlung der letzten „ungeklärten Fälle“ an das Statistische Landesamt erst im Frühjahr 2012 erfolgt. Gespannt darf man dann sicherlich auf die ersten Auswertungen sein.

Eine umfassende Darstellung zum Zensus und der Kritik daran findet sich unter:
www.zensus11.de
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de

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