„Wollen Mitglieder nicht überfordern“

Seckach. (lm) Die Verantwortlichen des Gewerbevereins Seckach um Kurt Hockwin stehen auf dem Standpunkt: „Wir wollen unsere Mitglieder nicht überfordern und auch nicht abzocken, aber wenn wir was unternehmen, dann sollte es eindrucksvoll sein und auch passen“.

Deutlich wurde das im Rahmen der Jahreshauptversammlung für die Berichtsjahre 2013 und 2014 im Kinder- und Jugenddorf Klinge, zu der der 1. Vorsitzende auch Bürgermeister Thomas Ludwig begrüßen konnte. So hatte man beispielweise auf die Beträge 2014 verzichtet, weil in diesem Jahr auch so gut wie keine Aktivitäten zu verzeichnen waren. Dafür war man 2013 mit der Einweihung des Bahnhofsareals in Verbindung mit der Übergabe der neu renovierten Eisenbahnmeisterei und der ebenso großen wie erfolgreichen Gewerbeschau umso mehr gefordert gewesen, so der Tenor des Vorsitzenden Kurt Hockwin, aber auch des Schriftführers Reinhold Rapp.

Der zufriedenstellende Kassenbericht von Helmut Röcker zeigte darüber hinaus „wir sind kein Sparverein, sondern investieren die Mitgliedsbeiträge im Interesse unseres relativ konstanten Mitgliederkreises“. Die Kassenprüfung hatte Steuerberaterin Simone Friedle übernommen und keinerlei Beanstandungen zu vermelden, was die einstimmige Entlastung seitens der Mitglieder zur Folge hatte. Einstimmig beschlossen wurde auch, künftig nur noch ein Konto – und zwar ein beitragsfreies – zu führen.

Wie Bürgermeister Ludwig in seinen Ausführungen zum lokalen Agendaprozess 21 betonte, habe der Arbeitskreis „Wirtschaft“ sehr oft getagt, rührig agiert und zahlreiche Innovationen eingebracht. Hauptthemen waren dabei die „Datenautobahn“, die Einführung des S-Bahn-Sprinters für Seckach und die Wiederbelebung des Seckacher Bahnhofsareals samt Empfangsgebäude. Der Arbeitskreis habe bei allen Projekten ganz hervorragende Vorarbeit geleistet, auf die man nun bestens aufbauen könne. Grundsätzlich habe man jedoch festgestellt, dass sich die Arbeitsweise der ehrenamtlichen Kreise selbst überholt und zu universellem Bürgerschaftlichen Engagement weiterentwickelt hätte. Beste Beispiele dafür seien das Bürgerprojekt Wasserschloß Großeicholzheim, die Bürgergenossenschaft „Energie“ oder der Dorftreff „Am Lindenbaum“ in Zimmern. Dass der wirtschaftliche Bereich bürgerschaftlichen Engagements derzeit etwas ausgebremst sei, liege vor allem an der starken Eingebundenheit der hauptamtlichen Kräfte aufgrund der Flüchtlingsaufnahme. Dennoch sagte der Bürgermeister die Unterstützung seitens der Gemeinde bei der nächsten Gewerbeschau gerne zu und dankte den Verantwortlichen für ihren Einsatz und den Blick über den Tellerrand.

In diesem Sinne wurde eine große Gewerbeschau im Rahmen des örtlichen Straßenfestest 2017 in Großeicholzheim geplant. Zum einen sei hier die Infrastruktur einfach ideal, zum zweiten wolle man in diesem Zusammenhang auch die von Helmut Kegelmann „ausgegrabenen“ 500 Jahre Marktrecht Großeicholzheim feiern.

Und im Feiern sei die Gesamtgemeinde Seckach bekanntlich nahezu unschlagbar, so der Tenor des Bürgermeisters, der damit genügend Gesprächsstoff für den gemütlichen Teil des Abends lieferte.

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